Montag, 24. August 2015

Fassadenspielerei + wärmebrückenfrei

Hier eine klein Spielerei wir waren uns eine Weile nicht sicher, ob wir weiße/lichtgraue Fensterrahmen und Türen nehmen sollten oder eben das moderne anthrazit. Als wir dann die Bekleidung der Nebengebäude mit anthrazitfarbenen Platten festgelegt hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht und Baugebiete angesehen. Unsere natürliche Lärchenverschalung wird sehr wahrscheinlich ziemlich bunt, von holzfarbenbraun über grau bis dunkelgrau. Deshalb haben wir uns entschieden die restlichen "Farben" so gering wie möglich zu halten. Zum anthrazit kommen ja sowieso noch einige silberne Akzente... Jalousie-Lamellen, evtl. die Außensimse, Briefkasten usw. usw. hinzu.
oben Südseite - unten Westseite

Hier sieht man die PV Module, in der Realität werden diese wahrscheinlich komplett von der Attika verdeckt sein. Der Carport ist ein Doppelcarport, links wird dann unser Wohnwagen stehen, rechts das Auto und die "Garage" im Bild ist Lager und Werkstatt. In das Nebengebäude kommen Fahrräder, Gartengeräte und die leidigen Mülleimer (mittlerweile sind wir glaub bei ca. 3...)

Da wir uns für den Energiebedarf eines Passivhauses 15 W/(qm*a)entschieden haben, benötigen wir eine hoch wärmedämmende, dichte und wärmebrückenfreie Hülle. Bei unseren vorhandenen Klimadaten, die im Passivhausprojektierungspaket (PHPP) hinterlegt sind, bedeutet das einen u-Wert der Wand von ca. 0,1W/m²K (bei gleicher Anlagentechnik würden für ein KfW40 Haus ca. 0,15 oder mehr W/m²K ausreichen).

Eine Passivhauswand kann auf unterschiedliche Arten gebaut werden, massiv mit Außendämmung, Wärmedämmziegel oder als Holzbau. Die günstigste Variante ist Kalksandstein + Polystyrol - wir haben uns aus ökologischen Gründen für die Holzbauwand entschieden. In den meisten Fällen wird bei einer "normalen" Holzbauwand mit Leimholzständern die Außendämmung verstärkt um auf den benötigten u-Wert zu kommen. Siehe nächstes Bild mit den dargestellten Schichten.

Quelle: u-Wert.net - Passivhauswand zweischalig
Wärmebrückenoptimiert - aber leider weniger verbreitet - ist die Bauweise mit Doppelstegträgern (Markennamen Steico, FJI, TJI, Boxträger...) Von innen nach außen gibt es nur eine ganz geringe Wärmebrücke durch die OSB Stege. Die tragenden Anteile übernehmen die äußeren Leimholzbalken. Die Bauweise entspricht quasi einer I-Träger-Stahlkonstruktion nur übersetzt "in Holz".
copyright steico wall

Quelle: u-wert.net - Passivhauswand einschalig "wärmebrückenfrei"
Das Dach wird ähnlich aufgebaut, allerdings auch mit Aufdachdämmung und darüber liegender Kiesschicht auf die dann unsere PV kommen wird. Und unter unserer Bodenplatte gibt es sagenhafte 600 mm Glasschaumschotter/Schaumglasschotter... Ein Haus mit Wintermantel quasi ;-)

Freitag, 31. Juli 2015

Anfragen laufen

Aktuell laufen die Anfragen an die Handwerker, die Ausarbeitung der Leistungsverzeichnisse hat jetzt doch etwas länger gedauert als wir gehofft haben. Jetzt drücken wir einmal die Daumen, dass es noch klappt mit dem Aushub im September ;-)

Unseren Elektriker haben wir mit Hr. Schatz aus Ostrach/Spöck auch gefunden. Wir haben schon einige Dinge durchgesprochen und haben hier auch jemanden gefunden, der uns als "Handlanger" mitarbeiten lässt, was uns sehr entgegen kommt. Mein Bruder wird uns mit der Netzwerkinstallation unterstützen, darüber sind wir richtig froh, kennen wir uns selbst doch kaum aus.
edit 1: Mir Hr. Schatz klappt es nun leider nicht, wir sind auf der Suche... (Stand 07.09. - 8 Tage vor Baggeraushub)
edit 2: Wir haben wieder einen Elektriker, Elektrik Sonntag aus Aulendorf (Stand 10.09.)

Die Heizung/Lüftung/Sanitärinstallation hatten wir ja schon mit Hr. Milz aus Hochberg abgesprochen. Er stand schon sehr früh fest, da wir hier nur sehr gute Referenzen bekommen haben.

Dann haben wir uns noch Lärchenleisten für die Verkleidung unseres Hauses aus dem Sägewerk Köberle zur Ansicht mitgenommen. Was uns hier besonders gefällt, es sind Lärchen aus der Gegend. Die Enge der Jahresringe spricht in Bezug auf die Haltbarkeit keine Rolle, da ist es eher wichtig, dass das Holz schnell abtrocknet. Es könnte höchstens sein, dass die Leisten weniger verwindungssteif sind, aber, da die Leisten so schmal sind, wird das hoffentlich nicht so tragisch sein. Mehr zum Aussehen als für die Haltbarkeit sind Anstriche, hier überlegen wir noch, ob wir uns die Arbeit machen und die zusätzlichen ca. 5 Euro je qm investieren. Momentan tendieren wir zu einer natürlichen Fassade.


Wir haben uns auch noch die Küche im 6er Raster anbieten lassen. Jetzt können wir nach Lust und Laune (oder besser nach übrig gebliebenem Geld) 5er Raster oder 6er Raster wählen und zwischen Kunststoff- und Steinplatte aussuchen :-)

Unseren Versicherungsschutz für die Bauzeit und das Haus haben wir gestern auch gleich noch ausgesucht. Unsere Privathaftplficht enthält zwar auch eine Bauherrenhaftpflicht, aber der Schutz ist nicht ausreichend. Die Bauherrenhaftpflicht werden wir jetzt wahrscheinlich mit der Bauleistungsversicherung kombinieren. Kostet gleich viel wie das extra Produkt und so haben wir nur einen Vertrag bei der R+V für 670 Euro. Bei der Wohngebäudeversicherung haben wir eine tolle Kondition von der InterRisk gefunden ca. 250 Euro, hier müssen wir mit dem Abschluss aber noch abwarten, bis wir wissen, welche Brandschutzklasse unsere Fassade erreicht. Denn bei der schlechteren Klasse müssten wir entweder 200 Euro mehr jährlich bezahlen oder auf einen Tarif der Axa wechseln, welcher aber mehr Ausschlüsse hat. Für "nach dem Einzug" müssen wir unsere Hausratsversicherung um eine Glasversicherung "aufmotzen" - denn die tollen Holz-Alu-Passivhausfenster wollen auch versichert sein ;-)

Donnerstag, 2. Juli 2015

Verschattung

Während unser Haus per Kenntnisgabe eine Baugenehmigung erhalten hat, hatten wir mit den Bäumen weniger Glück...

Ein Ersatz durch niedrigere Bäume ist uns lediglich im Eck erlaubt, den Baum im direkten Süden dürfen wir nicht versetzen. Das Umsetzen ginge voll auf unsere Kosten.

Da sind sie also, die zwei Stieleichen, die es uns schwer machen, ein Passivhaus zu bauen...
...im Sommer kein Schatten auf der Terrasse, im Winter Schatten auf den Fenstern. So, wie man es gerne hat ;-)


Erstellt mit der Freeware FORMIT 360 von AUTODESK, aufgenommen mit Quicktime und komprimiert.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wärmepumpe Auswahl

In einem früheren Post hatte ich ja bereits geschrieben, dass wir uns aus folgenden Gründen für eine Wärmepumpe entscheiden:
  • Kein Platzbedarf für Brennstoffe z.B. Pellets, Öl
  • Keine fossilen Brennstoffe (bzw. reduzierbar mit Photovoltaik oder "Bio-Strom")
  • Kein hässlicher Kamin und keine Kaminkehrer/Schornsteinfeger Kosten
  • Durch den verbesserten Primärenergiefaktor 2,4 (war 2,6) von Strom auch für KfW55/40 Häuser noch interessanter
  • Förderung durch die BAFA möglich 
  • Erhöhung des Eigenstromverbrauchs der Photovoltaikanlage 

Wir wollten eine Gegenüberstellung von unterschiedlichen Systemen:
  • Sole-Wärmepumpe als Kompaktgerät (mit integrierter Wohnraumlüftung und Speicher)
  • Sole/Wasser Quelle 1x Erdkollektoren/Erdlanzen und 1x Solebohrung
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Außenaufstellung (besserer Wirkungsgrad als innen)

Förderungen (Stand Juni 2015)
WP mit Solebohrung bekommt man eine Förderung von bis zu 4.500 Euro.
WP mit Erdkollektoren/-lanzen bis zu 4.000 Euro.
Luft-Wasser-Pumpe je nach Typ zwischen 1.300 und 1.500 Euro.
Luft-Luft-Wärmepumpen erhalten keine Förderung

Vorteile Solebohrung
Bester Wirkungsgrad
Höchste Förderung
Gute Kühlung Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Solebohrung
Höchste Kosten
Risiko (Bohrtiefen, Anzahl Bohrungen, Wasser)

Vorteile Erdkörbe/Lanzen
Sehr guter Wirkungsgrad
Hohe Förderung
Gute Kühlung im Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Erdkörbe/Lanzen
Erhöhte Kosten
Platzbedarf Grundstück besonnt

Vorteile Außenluft
Geringste Investitionskosten
Platzgewinn im Haus
Nachteile Außenluft
Lärm im Außenbereich
Platzbedarf im Außenbereich 
Schlechtester Wirkungsgrad (besonders im Winter bei der WW Bereitung)
Geringe Förderung
Kühlung im Sommer nur über Strom

Bei der Gegenüberstellung von allen Versionen schnitt das Kombigerät aus Lüftung+Heizung schlechter ab. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems ging zu sehr in die Knie.

Die Solebohrung hat die Mehrkosten der Bohrung trotz hoher Förderung und bestem Wirkungsgrad im Beobachtungszeitraum (20 Jahre) nicht ausgeglichen. 

Sehr gering war der Unterschied in den Gesamtkosten zwischen Sole-Wasser-WP und der Luft-Wasser-WP. Während die Investitionskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe trotz niedriger Förderung etwas geringer ausfallen als bei der Sole-Wasser-WP sind die Gesamtkosten der Sole-Wasser-WP nach 20 Jahren niedriger. 
Anmerkung: Zu der Bafa Förderung kann auch bei der L-Bank (Ba-Wü) der Kredit "Wohnen mit Zukunft - erneuerbare Energien" beantragt werden. Wir haben hier noch die 0,75% Kondition bekommen, mittlerweile sind die Zinsen bei 1,25% - wir werden sehr wahrscheinlich 40.000 Euro damit finanzieren, dadurch erhalten wir also nochmals einen Kostenvorteil in 10 Jahren von ca. 3.000 Euro (im Vergleich zu 1,75% Zinsen)

Wir haben uns für die Sole-Wasser-WP entschieden, weil sich die Investitionskosten nur geringfügig unterscheiden und die Vorteile z.B. sommerliche Kühlung sowie Nutzung der Installation im Boden auch noch in 20 Jahren.
Es wird eine Stiebel Eltron WPF 04 cool, smart grid ready (macht 500 Euro Extra-Förderung), Leistung = 4,77kW bei B0/W35 und COP = 4,52 bei B0/W3, aktuell berechnete Jahresarbeitszahl (JAZ) = 4,61 für unseren Bedarf und unser Gebäude.
Bin gespannt, was wir dann wirklich erreichen... ;-)

Quelle: Stiebel Eltron, Homepage, Stand 30.06.2015
Anmerkung/Hinweis:
Die genannten Ergebnisse und Erkenntnisse beziehen sich auf den Aufstellort und den angenommenen Verbrauch unseres Hauses. Sie stellen keinesfalls allgemeingültige Regeln auf und sollten für jedes Gebäude individuell bestimmt werden.

Küche & Finanzierung

Küche
Der aktuelle Stand:
  • Fronten sind hochglanz lackiert
  • Eingriffe mit Alu-Leisten
  • Induktionskochfeld mit abgeschrägter "Kopf-Frei-Haube"
  • Kühl-Kombi von Miele/Liebherr mit 178 cm Höhe und 3x 0° Fächern, ohne Gefrierteil
  • Die Front, die in Richtung Esszimmer zeigt, soll komplett grifflos sein und ein Holzfurnier passend zum Boden bekommen
  • Da wir uns noch nicht für eine Küche entschieden haben, sind die weiteren Elektrogeräte und der Küchenhersteller und Typ noch offen


Womit wir sonst noch unsere Freizeit verbringen...
  • Brüstungshöhen müssen festgelegt werden
  • Ausführung von Haustüre und Sturzsicherungen
  • Verkleidung der Baukörper (Holz, Faserzement usw.)
  • Bodenbeläge
  • Sanitär Bemusterung

Finanzierung
Außerdem hatten wir die ersten Termine mit Finanzierungspartnern. Wir möchten eine Zinsfestschreibung über 25 Jahre und für die zwei Wohneinheiten auch 2x den KfW/L-Bank Kredit.

Es sieht ein wenig so aus, als würde derjenige den Zuschlag bekommen, der unser Haus am höchsten bewertet. So dass die Sicherheit für das Finanzierungsunternehmen hoch ist und wir einen guten Kredit bekommen. Aktuell haben wir zwei unverbindliche Angebote, einmal in der Mischung mit dem L-Bank Kredit/KfW Kredit 153 von 2,2% und einmal mit 2,4% (bei höherer Tilgungsrate und ohne Sondertilgung). Auch müssen wir überlegen, wie wir in 10 Jahren den KfW Restwert ablösen. Je nach tilgungsfreien Anlaufjahren und Konzept sind das zwischen 0 Euro (Rate knapp 1.000 Euro) und 72.000 Euro (30 Jahre, 5 tilgungsfreie Anfangsjahre, Rate 366 Euro).

Die L-Bank gibt es nur in Baden-Württemberg - sie bietet auch bessere Konditionen als die KfW, wird aber nicht von allen Kreditinstituten weiter vermittelt. Aber man kann einen Kredit auch auf zwei Institute aufsplitten. In vielen Bundesländern gibt es auch eigene Banken, die teilweise bessere Konditionen als die KfW Bank bieten. Es lohnt sich nachzufragen.

Auch noch möglich ist bei der L-Bank ein zinsgünstiger Kredit "Wohnen mit Kind" - aber auch hier ist die Zinsbindung nur 10 Jahre und in aller Regel bleibt dann ein Restwert übrig, den man ebenfalls wieder neu finanzieren muss.

Freitag, 12. Juni 2015

Küchenplanung, Grundstückskauf, Kenntnisgabeverfahren

Wir haben drei Küchenstudios angesteuert, die uns alle von Freunden empfohlen worden sind. Interessanterweise waren alle drei in fast den identischen Studios und bei allen ist die Entscheidung unterschiedlich ausgefallen ;-)

Parallel habe ich selbst ein paar Versionen mit dem kostenlosen Alno Küchenplaner ausgetüftelt, die Studios scheinen hier irgendwie langsamer und unflexibler zu sein als ich ;-)
Der Alno Planer macht Spaß, superschnell und leicht verständlich, kann ich nur empfehlen. Was ich leider aber immer noch nicht gefunden habe, das sind die weniger tiefen Schränke (40er), die aber so hoch sind wie meine "normalen" Unterschränke, also 86... Das Programm läuft allerdings nur auf Windows. Für den Mac benötigt man eine Windows Platform.
Den Ikea Küchenplaner kennt wahrscheinlich jeder, da er auch direkt online läuft, gibt es auch keine Probleme mit dem Betriebssystem. Allerdings hatte ich damit einfach Probleme bei den eingeschränkten Möbelbreiten, keine Überbreiten, keine schmalen z.B. 30er... Außerdem funktioniert die Planung auch nicht so gut, wenn ich gleichzeitig "Revenge" streame ;-)

Hier sind ein paar Versionen, wir warten noch auf die Ideen der Küchenstudios. Die "Insel" ist weniger tief als in den Bildern, das liegt daran, dass ich noch die 60er statt den 40ern drin habe.
...Achtung Bilderflut...
War eigentlich nur so eine Spaßidee von mir, alles schön geradlinig, der erste Küchenplaner hat sich aber gleich darauf eingeschossen... aber irgendwie auch ziemlich eng und mit nur sehr wenig Arbeitsfläche (Block ist 20 cm weniger tief "in echt").



Hier noch eine Insel-Version mit mehr Arbeitsfläche, dafür weniger Stauraum:




Die erste Idee mit Varianten, die ich hatte, war ein großes G. Allerdings sollte der Herd nicht wie üblich auf der Halbinsel sein, sondern an der Wand. So ist die Haube "aus den Augen" und die Insel kann besser genutzt werden z.B. für ein Buffet.




Und dann noch eine Variante mit 5 Hochschränken und zusätzlichem u - gehört auf jeden Fall auch zu einem meiner Favoriten.

Hier noch einmal so ähnlich als 4er Block, mit Schubladenschrank und totem Eck.


Das war der 11.06.2015 - der Grundstückskauf ist klar, das Schild unseres Architekten aufgestellt. Nach dieser schweren Arbeit gab es noch Sekt + Erdbeeren. Und auch ca. zwei Stunden Durchsprache von wichtigen Punkten, beim nächsten Gespräch gibt es dann ein paar Muster für Platten und sonstige Materialien.


Das wird (hoffentlich) der 17.06.2015 - Baugenehmigung und positiver "Baumbeschluss" ;-)
Ich gebe zu, klingt ein bisschen protzig der Anfragetext... dabei wissen wir noch gar nicht, ob unser Geld für das "PLUS" ausreicht, aber erklärtes Ziel ist es. :-)
...abgesehen davon, dass man ja in 20 Jahren Geld spart, wenn man die PV aufs Dach bastelt...

Quelle: aulendorf.de/buergerinfo




Montag, 1. Juni 2015

Antrag Baumumsetzung

In meinem vorletzten Post hatte ich ja schon davon geschrieben, dass Feinbelag und Bepflanzung der Grünstreifen von der Gemeinde schon vorgenommen worden sind.

Auf Nachfrage ist jetzt heraus gekommen, dass es sich im Süden um Säuleneichen handelt. Diese werden bis zu 20 m hoch und verlieren ihre Blätter erst beim Neuaustrieb im Frühjahr. Unser Architekt hat ausgerechnet, dass dadurch bis zu 20% höhere Heizkosten entstehen können.

Da wir das Grundstück ja u.a. auch gerade wegen seiner unverschatteten Südseite ausgesucht haben, versuchen wir zu erwirken, dass die Bäume umgepflanzt werden. Deshalb haben wir jetzt einen Antrag an den technischen Ausschuss gestellt. Drückt die Daumen, dass die schönen Bäume einen tollen Platz bekommen und wir wieder schöne Schattenbäume, die halt ein wenig niedriger sind.

Es ist natürlich immer so eine Sache, wenn man Bäume umsiedeln oder entfernen lässt. Deshalb habe ich einmal ausgerechnet, was 20% mehr Heizenergiebedarf jährlich an Holzverbrauch in 30 Jahren verschlingen würde:
Annahmen: Heizenergiebedarf 15 kWh/m²*a, +20% = + 3 kWh/m²*a = + 3 x 164 m² = + 500 kWh/a
In 30 Jahren wären dies 15.000 kWh an Mehrverbrauch, das entspricht dem Heizwert von ca. 11 RM Fichtenholz.


Zurzeit lese ich auch ein sehr interessantes Buch zum Thema Bäume, das ich hier allen Freunden von Bäumen empfehlen kann.

Deshalb auch an dieser Stelle noch ein bisschen Poetisches:

"Bäume sind offensichtlich vernünftiger als wir, 
sie streben immer nach dem Licht."
(c) Anke Maggauer-Kirsche (*1948)

"Mein Baum war schattendicht, 
o Herbstwind, komm und zeige, 
indem du ihn entlaubst,
den Himmel durch die Zweige."
(c) Friedrich Rückert (1788-1866)

"Der Baum gibt sogar noch dem Schatten,
der gekommen ist ihn abzuschlagen."
Aus Indien

... ich gebe zu, thematisch etwas arg auf Schatten und Licht eingeschossen ;-)

Bauantrag Kenntnisgabeverfahren

Vorab ein kleiner Exkurs "Bauantrag" ohne Gewähr auf Richtigkeit ;-)
Kenntnisgabepflichtige Vorhaben und genehmigungspflichtige Vorhaben: Da wir unser EFH nach den Vorgaben des Bebauungsplans erstellen möchten, genügt nach aktuellem Stand, das Kenntnisgabeverfahren. Dies kostet ca. 400-500 Euro und dauert bis zur Bestätigung auch nur kurze Zeit. Bei einer "richtigen" Baugenehmigung muss man schon mit ca. den 3-fachen Kosten rechnen und bis zur Genehmigung vergehen auch mehrere Wochen. Man sollte also überlegen, ob einem evtl. vorhandene Sonderwünsche dies wert sind.

Nun ist er also raus, unser Antrag. Hier die schönen Aussenansichten unseres zukünftigen Heims:
- Im Norden sieht man lediglich den Doppelcarport und in Verlängerung eine Garage, die allerdings hauptsächlich als Lagerraum/Werkstatt verwendet werden wird. Evtl. wird das linke Fenster im OG noch zur Türe auf das Dach, aber das macht im Bad alles eng... mal sehen.
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
- Im Osten sieht man die Garagenfester und im EG noch den Zugang zum Einlieger, den wir später als unser Schlafzimmer verwenden möchten, falls notwendig. 

copyright www.wamsler-architekten.de
 - Die Südseite zeigt viele schöne, große Fenster, die es auch im Winter warm werden lassen und ganz rechts den kleinen Fahrrad- und Gartengeräte Schuppen. Wir waren am Wochenende beim Grillen auf einer genial großen Terrasse, das wollen wir auch - Platz für Grill, Tisch, Kinderrutsche und Relaxliege :-)
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
- Von Westen ist die Zufahrt und der Eingang zu unserem Haus.
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
Hier ein paar Details:
- Zwei Wohneinheiten und dafür auch insgesamt 4 Stellplätzen, 2 davon überdacht
- zusätzliche Garage als Lager und Geräteschuppen
- Technik/Lager mit Heizung im EG, Technik/HWR im OG inkl. Lüftungsanlage
- Gäste-WC im EG, Bad im OG, Einlieger-Bad im EG und Einlieger später auch nutzbar für das "Wohnen auf einer Ebene"
- Im OG zwei KiZi, das Elternschlafzimmer mitseparater Ankleide, nur mit Vorhang, damit ein bisschen Licht auf die Treppe fällt. Zusätzlich haben wir im OG noch das Arbeits-/Nähzimmer.
 - Aktuell ist auf dem Dach eine PV geplant, drückt die Daumen, dass das Geld am Ende dafür reicht ;-)

Wenn dann einmal alles genau geplant ist und wir auch die Fenster festgelegt haben, dann werde ich ein bisschen mehr zu unserem Grundriss und wie es zum endgültigen Stand kam erzählen. Derweil klappern wir Küchenstudios und Badstudios ab... :-)

Mittwoch, 13. Mai 2015

Architekt, Bauträger, Fertighaus... wir haben entschieden :-)

Nun ist der Architektenvertrag unterschrieben. Wir mussten dabei zwei ganz wichtige Punkte entscheiden
1. Möchten wir den erhöhten Planungsaufwand für eine wärmebrückenfreie Ausführung und Auslegung bezahlen?
2. Können wir mit dem Risiko leben, dass es ein Architektenhaus nicht zum "Festpreis" gibt.

Der erste Punkt ist immer mit erhöhten Kosten verbunden: Es wird ein Planer benötigt, der die notwendige Erfahrung hat und nach einigen Gesprächen sind das nur wenige. Die Honorarzone ist also dementsprechend höher. Die Ausführung des Gebäudes ist für die Handwerker aufwändiger, dadurch "fallen auch manche Firmen aus dem Raster". Aber als Ingenieure möchten wir, dass das Haus dem Stand der Technik entspricht und das ist nach 24 Jahren Passivhaus (Erbau Kranichstein war 1991) einfach ein wärmebrückenfreier Aufbau.

Beim zweiten Punkt kommt uns unser Architekt sehr entgegen. Das nach der HOAI ermittelte Honorar wird sich zwar nicht verringern, wenn er für uns "mehr herausholt". Allerdings wird es auch nicht steigen, sollte das Haus aufgrund verminderter Eigenleistungen und steigender Handwerkerkosten ansteigen. Wir werden den "Spaten erst zücken" - wenn wir alle großen Gewerke mit einem fixen Angebot versehen haben und reduzieren dadurch das Risiko. Zusätzlich wird er bei den Bodenbelägen, Simsen usw. lediglich die Planung übernehmen - die Vergabe an bekannte Handwerker und uns selbst übernehmen dann wir.

Das ist das erste Mal, dass ich einen Vertrag paraphiert habe. Zwar sind die Summen sehr viel kleiner als die mit denen ich in der Firma täglich umgehe, aber es ist doch etwas anderes...

Nun zum Thema Bauträger und Fertighausfirmen. Wir hatten Glück! Wir haben nämlich einige Bekannte, die sich in letzter Zeit mit dem Hausbau beschäftigt haben und deshalb haben wir viele nützliche Tipps bekommen. Wir wussten schon, welche Firmen wir gar nicht erst anzufragen brauchen und welche Fragen wir stellen mussten. Dafür war besonders wichtig uns vorab klar zu sein, in welche Richtung der energetische Standard gehen soll.

Die im Folgenden vorgestellten Firmen kann ich deshalb auch alle weiter empfehlen. Ich habe dennoch jeweils einen Kommentar dazu geschrieben, weshalb sie für unser persönliches Bauvorhaben ausgeschieden sind. Möchte jemand die konkreten Namen erfahren, bitte per PN.

M* & S*
Die Firma M & S ist hier in der Gegend um Ravensburg sehr bekannt. Sie bauen hauptsächlich in Ziegelbauweise, sehr solide und auch hauptsächlich nach KfW70 Standard. Von Bankseite wurde uns diese Firma empfohlen, da sich in der Vergangenheit keine "bösen Überraschungen" bei der Finanzierung ergeben haben. In einem extra Beitrag werde ich noch schreiben, weshalb wir uns für den Holzständer/-rahmenbau entschieden haben. Dies und auch die Ausführung als KfW55 Haus oder besser hat nach unserer Meinung nicht perfekt in die Philosophie des Unternehmens gepasst. Die Ausführung mit Pelletsheizung (für die Senkung des Primärenergiebedarfes) und dezentraler Lüftungen war für uns nicht sehr interessant. Auch die spezifischen Fragen bezüglich Hülle, Dichtigkeit und Wärmebrückenfreiheit konnten nicht zu unserer Zufriedenheit beantwortet werden. Uns war dann einfach das Risiko zu groß, dass hier unnötig Mehrkosten entstehen, wenn wir mit einer Firma bauen, die KfW55/40 nicht öfters standardmäßig baut.

Web*Haus
In den umliegenden Baugebieten stehen quasi immer mindestens 1 eher 2 W*häuser. Schon vor einigen Jahren baute W*Haus KfW55 und/oder KfW40 Häuser. Beim KfW40 Haus wird gegenüber dem KfW55 Haus die Stärke der Außendämmung erhöht. Die Fenster sind standardmäßig gut, der Rest wird mit der Bodenplatte bzw. dem Dach ausgeglichen. Sehr positiv ist, dass hier mit einer Holzfaserdämmung außen gearbeitet wird und dadurch auch ein erhöhter Schallschutz gewährleistet ist. Zwischen den Gefachen kommt Mineral- bzw. Glaswolle zum Einsatz, diese kann auch durch Holzwolle ausgetauscht werden (hat dann aber bei gleicher Wanddicke einen schlechteren u-Wert). Wir wurden ja lange belächelt, weil wir uns so lange mit dem Aussuchen des Partners beschäftigt haben. So Aussagen wie "Andere Leute wohnen ja auch in einem xy Haus und sind zufrieden" mussten wir oft hören. Aber, dass ich mir an drei Tagen mein ganzes Haus bemustern soll, das hat bei mir nicht für Freudensprünge gesorgt. Wir waren ja allein schon mit den Holzböden 3 h beschäftigt und das hat mir richtig Spaß gemacht :-) Ich möchte bei jedem Gewerk mit entscheiden, was die Ausführung angeht. Vor allem ist uns auch wichtig, dass die Gewerke von lokalen Handwerkern erledigt werden.

Wa* Holzbau
Die Firma Wa* (Bad Sch*) war erst später in die Auswahl gekommen. Ich hatte sehr wohl schon die Homepage aufgestöbert, aber erst nach einer Empfehlung habe ich mich auf den Weg gemacht. Die Zimmerei liegt im Herzen Oberschwabens und ich habe mich gleich wohl gefühlt. Es wird viel Wert auf Ökologie gesetzt. Fragt man nach Lehmputz, Zirbe und Naturholzböden wird man nicht gleich als Spinner angesehen, das war eine willkommene Abwechslung. Sehr schnell kam dann auch das Angebot, was deshalb auch nicht ganz so ausführlich war wie beim Wettbewerber, aber wenigstens über 1 DIN A4 Blatt hinaus ging. Wie bei allen anderen hatten wir KfW55/40 gefordert, im Angebot war leider gar keine Angabe, was den energetischen Standard betrifft. Auch die Fenster waren sehr günstig, was uns aufmerken ließ. Auf Nachfrage hat sich heraus gestellt, dass es sich wohl um ein KfW70 Haus handelt, bei KfW55 würde eine Pelletsheizung empfohlen. Dies hat uns doch sehr gewundert, da ja bereits im Grundangebot eine Sole-WP eingesetzt wird, die ja für die ENEV Berechnungen einen besseren Wert liefert als die in einem KfW40 eingesetzte L-W-WP z.B. bei einem W*Haus. D.h. dass die Hülle doch sehr von denen der anderen Anbieter abweicht, gleichzeitig aber lag das Angebot ca. 5-10% höher als die der Wettbewerber.

Holzbau Wei*
Über die Firma Wei* (Bad Wu*) haben wir nur Gutes gehört. Sehr gute Abwicklung, der Wandaufbau mit Fermacell statt OSB+Rigips fanden wir auch interessant. Das Angebot war sehr ausführlich und die bisherigen Gespräche sehr gut - wir konnten hier sehr flexibel unsere Wünsche einbringen. Aus diesen Gründen ist die Firma Wei* bis zum Schluss der Vergleichsmaßstab gewesen. Es ist so, dass das Gebäude nach KfW40 Standard ähnlich teuer gewesen wäre, wie "unsere bzw. die Wamslersche Passivhauskonstruktion" mit weniger Holzanteil.
Wir hätten sehr flexibel einige Gewerke aus dem Leistungsumfang nehmen können. Zum einen, weil wir viel Eigenleistung bringen möchten und zum anderen, weil wir für einige Gewerke schon "unsere" Handwerker haben. Auf eine professionelle Bauleitung möchten wir allerdings nicht verzichten. Wenn man also die Eigenleistungen aus dem Angebot nimmt, welche die Bauleitung auch gleich enthalten, dann relativieren sich wieder die "gleichen Kosten". Theoretisch bliebe am Ende der "Festpreis" und "Wandaufbau" gegenüber dem "Wandaufbau" und "nicht ganz so Festpreis" beim Architekten. Wir haben uns dann entschieden, dass wir mit Architekt bauen - einer der von Anfang bis Ende dabei ist und auf den auch planerisch alle Gewerke vereint sind.

Kosten Architekt vs. Kosten "Wasserkopf"
Bei einer Gegenüberstellung der Kosten ist uns aufgefallen, dass die Unterschiede in den Gesamtkosten relativiert werden. Bei vergleichbarem und gleichwertigen Aufbau macht es kaum einen Unterschied, ob mit Architekt oder Bauträger gebaut wird. Bauträger haben in der Regel große Gebäude, Büros, Vertriebsangestellte, evtl. noch Ausstellungsgebäude usw. usw. - schon relativieren sich die xx Tausend Euro für das Architektenhonorar. Wenn man sich einmal genauer ansieht, wieviel % dann von den Leistungsphasen trotzdem anfallen, dann fällt einem schnell auf, dass man da gerne eine Milchmädchenrechnung vorgelegt bekommt.
Nach HOAI entfallen nämlich schon 27% der gesamten Architektenleistungen bis zur Genehmigungsplanung, dies wird meist von den Bauträgern/Fertighausbauern erst auf Nachfrage oder gar nicht angeboten. Einige Firmen arbeiten hier mit Architekten zusammen und erzielen so günstigere Preise. Wir glauben aber nicht, dass wir für einen 5.000 Euro Entwurf gleich viel Leistung bekommen wie für einen "normalen" Betrag.
39% Prozent entfallen dann auf die Ausführungsplanung und die Vergabeunterlagen. Das ist ein großer Posten, hier können die Bauträger sparen. Allerdings muss dennoch jeder Bearbeitungsplan für die Maschinen (es sei denn, es handelt sich um ein unverändertes Fertighaus) angepasst werden.
Das restliche Drittel entfällt auf die Bauleitung und Überwachung. Das übernimmt selbstverständlich jeder Bauträger für sein Gebäude, möchte er doch auch eine korrekte Ausführung um später keine Forderung seitens der Bauherrschafft zu bekommen. Aber was, wenn die Zeit knapp, die Handwerker schludrig und 10 andere Baustellen warten? Für diesen Fall hätten wir eben trotzdem gerne einen unabhängigen Architekten hinzugezogen, was uns witzigerweise auch wärmstens von einem ehemaligen Bauträger Bauleiter empfohlen worden ist. Und schon lässt sich auch das letzte Drittel nicht auf 0 reduzieren.
Wir stürzen uns also in das Architekten Abenteuer und hoffen, dass es sich lohnt. No risk no fun... :-)

H(eizung)L(üftung)S(anitär) Überlegungen...
Die in fast jedem Fertighaus verbaute Tecalor THZ 304/404 SOL Luft-Wasser-Wärmepumpe als Kombigerät mit integrierter Lüftungsanlage mag uns auch nicht begeistern. Diese sei technisch identisch mit der Stiebel Eltron LWZ 303/304 SOL, allerdings wirbt Tecalor mit "integrierter Kühlung" - was die LWZ laut Homepage nicht bietet. Schaut man sich aber die COP Zahlen an, so gibt es einige bessere Wärmepumpen. Zwar sagt der COP alleine noch nichts über die Jahresarbeitszahl JAZ aus, aber es erscheint mir logisch, dass bei einer schlechten COP auch keine gute JAZ herauskommen kann. Der Wärmerückgewinnungsgrad wird mit 90% angegeben, wir verlassen uns aber lieber nicht auf die Werte des Herstellers... sondern auf durch das Passivhaus-Institut geprüfte Rückgewinnungsraten. Was außerdem ein wenig nervig ist, als Endverbraucher bekommt man quasi keine Kosten für die Tecalor. Der Einsatz wird sich also vor allem für die Fertighausbauer "lohnen".

Da wir ja seit einigen Jahren verschiedene Häuser ansehen, hauptsächlich Häuser, die einen - wie sagt man so schön - "Renovierungsstau" vorweisen ;-) Haben wir uns schon - auf Internetebene - mit dem Thema Heiztechnik und Energieeffizienz beschäftigt. Interessant ist dabei, dass die unterschiedlichen Aussagen sehr weit auseinander gehen.


Hier ein paar schöne Beispiele für euch:
- "Ein Passivhaus benötigt so wenig Energie, da ist eine Tiefenbohrung bzw. Sole-Wasser-WP absolut überdimensioniert"
- "Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Energievernichtungsmaschine"
- "Wir haben mit unserer L-W-WP selbst bei -5°C eine JAZ von >3"
- "Ein KfW55 Haus kann man aufgrund des Primärenergiebedarfes nur mit einer Pelletsheizung bauen" 
- "Bei einer Tiefenbohrung gefriert das Wasser um die Bohrungen - nur mit einer daran gekoppelten Solar-Thermie-Anlage lohnt sich dies" 

De facto wird ein EFH Passivhaus wohl mehr Energie für die Warmwassergewinnung benötigen als für die Heizung. Es ist auch richtig, dass eine Wärmepumpe - je höher die Temperaturdifferenz zwischen Energiequelle und Abgabe (Senke) ist - einen schlechteren Wirkungsgrad bekommt. Im Winter ist das natürlich bei einer L-W-WP die Außenluft, da kann es schon einmal kalt werden und das Wasser muss rein elektrisch aufgeheizt werden und im Sommer dagegen ist die Luft sehr warm. Da duschen wir manchmal sogar noch öfters ;-) Bei einer Sole-Wasser-WärmePumpe hat man einigermaßen konstante Temperaturen über das ganze Jahr. Zudem lässt sich auch das Kühlen im Sommer mit einer S-W-WP energieeffizienter gestalten. Kühlen mit einer L-W-WP ist allerdings nicht unmöglich, da einige auch auf "Sommerbetrieb" umschalten können und dann quasi die "kalte Seite" genutzt wird, wie beim Kühlschrank.
Wir haben nach solchen pauschalen Aussagen dann immer nach Vergleichen gefragt, konkreten Berechnungen. Welche Energiepreissteigerung angenommen worden ist, welche JAZ. Da war es dann meist immer etwas ruhiger geworden ... Und nun kommt wieder der Ingenieur in uns hoch, wir möchten wissen, unter welchen Umständen welche Heizung die in einer Gesamtbetrachtung die kostengünstigste Investition ist. Das bekommen wir mit den Klimadaten für unseren Hausstandort, unseren Verbrauchswerten usw. eben nur mit einem unabhängigen HLS Planer.
Ich habe mich auch selbst daran versucht, scheitere aber regelmäßig an den konkreten JAZ, für die man die Klimadaten und die jeweiligen COP Werte benötigt.
Jetzt hoffe ich nur, dass der Kostenvorteil der "siegreichen Variante" auch die Kosten des HLS Planers trägt... den setzt "man" nämlich normalerweise nur für Objektbauten ein... wir müssen es halt wieder maßlos übertreiben ;-) 

Montag, 11. Mai 2015

Bauplatz - edit

Über den 1. Mai hat es hier aus Eimern geschüttet. Wir waren ohnehin gerade in Aulendorf - haben die 1. Nacht in unserem Wohnwagen übernachtet :-) Also gab es natürlich wieder den obligatorischen Besuch auf "unserem" Bauplatz.

Hier sind die ersten "naßen" Eindrücke: So ganz ohne Pflanzen kann die Erde kaum Wasser aufnehmen, auf der Südseite läuft dieses deshalb sturzbachartig ;-) über den Gehweg - schön am Schachtdeckel vorbei :-)
Schauen wir in Richtung Alpen, dann sehen wir unten diesen Elektrokasten und oben trübt eine Stromleitung ein wenig die Sicht... Die Hoffnung bleibt, dass einmal alle Leitungen unterirdisch sind, dann ist die Mini-Alpensicht frei. Unten werden wir wohl ohnehin ein wenig Sichtschutz pflanzen, der Kasten muss "versteckt werden" ;-)
Wie ihr hier richtig seht - ein nagelneues Baugebiet, ein Haus steht, für eines wird der Keller ausgehoben - aber die Stadt Aulendorf ist schon fleißig und hat schon den Feinbelag auf Straßen und Gehwege angebracht uns sogar schon die Bäume an den Grundstücksrändern gepflanzt...

Wir werden ja zwischen KfW55, KfW40 und Passivhausstandard bauen - auf jeden Fall wollen wir die Sonne nutzen - eine PV soll auch irgendwann oder gleich aufs Dach. Ihr könnt euch die Begeisterung vorstellen, als wir erkannt haben, dass es sich bei den Bäumen um Eichen (imposant, ca. 20 m hoch) im Süden handelt... :-( Drückt uns die Daumen, dass wir diese wieder umgepflanzt bekommen. Dorthin, wo man gerne große Bäume sieht - in den Park oder in den Wald. Wir freuen uns dann über schöne 8-10 m hohe Bäume - z.B. wie die Felsenbirne im Westen - hoffentlich ;-)



Die Ergebnisse der Durchgeführten Bohrung sind nun auch da. Hatte hier ja schon geschrieben, dass wir unser Grundstück aufgrund der Gegebenheiten getauscht haben. Es sieht tatsächlich so aus, als hätte sich das gelohnt.
Unser Architekt hat sich mit dem Ingenieurbüro unterhalten, das die Bohrungen für das Baugebiet gemacht hat. Da die Bohrungen, die schon für den Wegebau in der Nähe gemacht worden sind, ein so positives Ergebnis gezeigt haben (weshalb wir ja auch von uns aus gewechselt haben, abgesehen von "mehr Sonne") - können wir mit nur einer weiteren Bohrung relativ sicher sein, dass wir früh einen tragfähigen Untergrund haben.

Quelle: Geologische Gutachten http://www.henkegeo.de/

Ohne Grundstücktausch und unseren Architekten wären wir jetzt "im gelben Bereich", tragfähiger Untergrund erst ab ca. 5 m, und hätten auch schon ca. 1.200 Euro für alle vier Bohrungen mehr berappen müssen...

Quelle: Geologische Gutachten http://www.henkegeo.de/

Nur das mit den 40 cm Mutterboden wollen wir noch nicht so recht glauben? Da müssen wir wohl unsere Kleine auf das Grundstück setzen und die Steine auflesen lassen ;-)