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Dienstag, 15. September 2015

Finanzierung - Laufzeit

Die Finanzierung steht, wir werden unseren Kredit zusammen mit unserem Partner der Südwestbank nun wie folgt aufbauen:

1) 2x KfW40 (bzw. L-Bank KfW40)
- 2x 50.000 Euro, zu 0,75%, 10 Jahre fest, 30 Jahre Laufzeit, 5 Jahre tilgungsfrei, Tilgungszuschuss für das KfW40 Haus mit 2 Wohneinheiten ist 12% = 12.000 Euro. Wir müssen also nur 88.000 Euro zurück bezahlen und machen hier die Tilgung am kleinsten, da der Zinssatz der niedrigste in unserer Finanzierung ist

2) "Wohnen mit Zukunft - Erneuerbare Energien"
- 40.000 Euro zu 0,75%, 10 Jahre fest, 20 Jahre Laufzeit, 1 Jahr tilgungsfrei

Den Rest haben wir gesplittet
3) 50% - 20 Jahre fest, MünchnerHypothekenBank (MHB), 3x Tilgungsänderung mgl.
4) 50% - 15 Jahre fest, Südwestbank Hauskredit, mehrmalige Tilgungsänderungen mgl.

Ursprünglich wollten wir einen Kredit über 25 Jahre, da die Zinsen ja gerade immer noch sehr niedrig sind. Wir haben aber hin und her gerechnet mit der von uns festgelegten monatlichen Belastung, dass wir mit dieser Aufteilung finanziell besser fahren (weniger Zinsen) und das Zinsrisiko relativ gering ist.

Tipp für den Vergleich unterschiedlicher Angebote:
Stellt euch die Zahlungsströme SELBST dar. Das, was ihr von den Banken bekommt ist so unübersichtlich, dass es kaum vergleichbar ist. Ich habe mir immer die mtl. Zahlungen für ein 5-Jahresfenster dargestellt. Zinsen+Tilgung eingetragen, die Restschulden eingetragen und deren Anschlussfinanzierung mit einem fiktiven Zinssatz weiter geführt. Die Banken rechnen IMMER mit dem GLEICHEN ZINSSATZ weiter, was in der aktuellen Zinstiefzeit eher unwahrscheinlich ist. Aber wir wollten uns das vor Augen führen. Es lohnt sich in jedem Fall eine Gesamtkostenrechnung bis zur kompletten Volltilgung des Darlehens aufzustellen! Davon haben wir dann das Optimum genommen.

Link zu Baufinanzierungsrechner
Baufinanzierungsrechner gibt es viele, einfach googeln. Der baufi24 bot mir eine gute Übersicht, die Möglichkeit Sondertilgungen zu berücksichtigen und die Restschulden anzuzeigen

Link zu Zinsbindungsrechner
Mit einem solchen Rechner haben wir uns das Zinsrisiko veranschaulicht. Deshalb sind wir von der 25er Laufzeit auf die 20er Laufzeit gewechselt mit 0,2% weniger Darlehenszins.

Bauspardarlehen vs. Bankdarlehen
Allgemein funktionier ein Bauspardarlehen so: Ich nehme ein Darlehen auf, dieses finanziere ich zu einem bestimmten Zinssatz (meist niedrigere Zinsen als ein "normales" Darlehen, aber ohne Tilgung). Parallel dazu bespare ich einen Bausparvertrag in der gleichen Höhe wie das Darlehen, hier je nach Anbieter 30-40% Ansparung (teilweise sind hier auch flexible Prozentsätze möglich). Nach der Ansparphase löse ich mit dem Bausparvertrag das Darlehen ab und bezahle die übrigen 60-70% zurück (meist mit hoher Tilgungsrate und wieder geringen Zinsen).

Vorteile Bauspardarlehen
  • Da die Bank durch die zusätzliche Ansparung eine gewisse Sicherheit hat und sich die Zinserträge durch die fehlende Tilgung nicht reduzieren (de facto also höher sind), sind die Zinsen oft niedriger
  • Die Belastung ist in den ersten Jahren durch die niedrigen Zinsen und die kleine Ansparung gering. 
  • Ein Bausparvertrag ist oft recht flexibel, wenn ich z.B. ein tilgbares Darlehen habe, dann habe ich ja am Ende der Ansparphase einen zu hohes Bauspardarlehen. Diesen Bausparvertrag kann ich dann teilen und kann so das Darlehen ablösen und den "abgetrennten" Bausparteil kann ich mir für spätere Investitionen aufheben. 
  • Ich kann den Bausparvertrag auch schneller besparen und das Darlehen früher ablösen, wenn der Vertrag zugeiteilt ist, die meisten Verträge haben aber eine Mindestlaufzeit von 7 Jahren.
Nachteile Bauspardarlehen
  • Abschlussgebühr über die Darlehenssumme von 1%
  • Meist keine Tilgung des Bauspardarlehens (ein tilgbares Darlehen bieten LBS+KSK), d.h. die Zinsen werden auf den kompletten Betrag gerechnet und reduzieren sich während der Ansparphase des Bausparvertrages nicht.
  • Bei tilgbaren Darlehen bleibt die Höhe des Bausparvertrages bestehen. 
  • Den Zeitpunkt für die Zuteilung kann ich vorher nicht genau berechnen, da dieser auch davon abhängt, wieviele neue Bausparer meine Bausparkasse hat. Dies ist bei bei längeren Sparphasen wie z.B. bei einer Immofinanzierung weniger das Problem.
  • Niedrige Zinsen auf das Bausparguthaben

Wir überlegen uns aber, dass wir einen Teil der Restschuld über Bausparverträge absichern. Aber da werden wir noch einen Vergleich anstellen zwischen lieber Sondertilgung oder lieber Bausparen.

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Vergleich Architekt vs. Bauträger
Für das Bauen mit einem Architekten sollte man mehr Kapital vor Baubeginn mitbringen als für das Bauen mit Bauträger. Wir hatten ja mit den Kosten für das Grundstück, der Steuer, den Notarkosten und noch einem kleinen Puffer gerechnet, aber das hat bei weitem nicht ausgereicht. Denn, eine Finanzierung will wohl überlegt sein, bzw. die Höhe des Kreditbetrages. Bevor ein Architekt nicht die genauen Mengen berechnet hat, kann die Kostenangabe nur ungenau sein. Die Kosten für die Leistungsphasen bis zur Mengenermittlung sollte man also haben, ebenso die Kosten für den Statiker. Eigentlich auch die Kosten für den HLS Planer, aber man kann auch Glück haben und die Rechnung kommt später. ;-) Das waren bei uns jetzt gut noch einmal mehrere Tausend Euro, die wir so nicht von Anfang an geplant hatten.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wärmepumpe Auswahl

In einem früheren Post hatte ich ja bereits geschrieben, dass wir uns aus folgenden Gründen für eine Wärmepumpe entscheiden:
  • Kein Platzbedarf für Brennstoffe z.B. Pellets, Öl
  • Keine fossilen Brennstoffe (bzw. reduzierbar mit Photovoltaik oder "Bio-Strom")
  • Kein hässlicher Kamin und keine Kaminkehrer/Schornsteinfeger Kosten
  • Durch den verbesserten Primärenergiefaktor 2,4 (war 2,6) von Strom auch für KfW55/40 Häuser noch interessanter
  • Förderung durch die BAFA möglich 
  • Erhöhung des Eigenstromverbrauchs der Photovoltaikanlage 

Wir wollten eine Gegenüberstellung von unterschiedlichen Systemen:
  • Sole-Wärmepumpe als Kompaktgerät (mit integrierter Wohnraumlüftung und Speicher)
  • Sole/Wasser Quelle 1x Erdkollektoren/Erdlanzen und 1x Solebohrung
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Außenaufstellung (besserer Wirkungsgrad als innen)

Förderungen (Stand Juni 2015)
WP mit Solebohrung bekommt man eine Förderung von bis zu 4.500 Euro.
WP mit Erdkollektoren/-lanzen bis zu 4.000 Euro.
Luft-Wasser-Pumpe je nach Typ zwischen 1.300 und 1.500 Euro.
Luft-Luft-Wärmepumpen erhalten keine Förderung

Vorteile Solebohrung
Bester Wirkungsgrad
Höchste Förderung
Gute Kühlung Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Solebohrung
Höchste Kosten
Risiko (Bohrtiefen, Anzahl Bohrungen, Wasser)

Vorteile Erdkörbe/Lanzen
Sehr guter Wirkungsgrad
Hohe Förderung
Gute Kühlung im Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Erdkörbe/Lanzen
Erhöhte Kosten
Platzbedarf Grundstück besonnt

Vorteile Außenluft
Geringste Investitionskosten
Platzgewinn im Haus
Nachteile Außenluft
Lärm im Außenbereich
Platzbedarf im Außenbereich 
Schlechtester Wirkungsgrad (besonders im Winter bei der WW Bereitung)
Geringe Förderung
Kühlung im Sommer nur über Strom

Bei der Gegenüberstellung von allen Versionen schnitt das Kombigerät aus Lüftung+Heizung schlechter ab. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems ging zu sehr in die Knie.

Die Solebohrung hat die Mehrkosten der Bohrung trotz hoher Förderung und bestem Wirkungsgrad im Beobachtungszeitraum (20 Jahre) nicht ausgeglichen. 

Sehr gering war der Unterschied in den Gesamtkosten zwischen Sole-Wasser-WP und der Luft-Wasser-WP. Während die Investitionskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe trotz niedriger Förderung etwas geringer ausfallen als bei der Sole-Wasser-WP sind die Gesamtkosten der Sole-Wasser-WP nach 20 Jahren niedriger. 
Anmerkung: Zu der Bafa Förderung kann auch bei der L-Bank (Ba-Wü) der Kredit "Wohnen mit Zukunft - erneuerbare Energien" beantragt werden. Wir haben hier noch die 0,75% Kondition bekommen, mittlerweile sind die Zinsen bei 1,25% - wir werden sehr wahrscheinlich 40.000 Euro damit finanzieren, dadurch erhalten wir also nochmals einen Kostenvorteil in 10 Jahren von ca. 3.000 Euro (im Vergleich zu 1,75% Zinsen)

Wir haben uns für die Sole-Wasser-WP entschieden, weil sich die Investitionskosten nur geringfügig unterscheiden und die Vorteile z.B. sommerliche Kühlung sowie Nutzung der Installation im Boden auch noch in 20 Jahren.
Es wird eine Stiebel Eltron WPF 04 cool, smart grid ready (macht 500 Euro Extra-Förderung), Leistung = 4,77kW bei B0/W35 und COP = 4,52 bei B0/W3, aktuell berechnete Jahresarbeitszahl (JAZ) = 4,61 für unseren Bedarf und unser Gebäude.
Bin gespannt, was wir dann wirklich erreichen... ;-)

Quelle: Stiebel Eltron, Homepage, Stand 30.06.2015
Anmerkung/Hinweis:
Die genannten Ergebnisse und Erkenntnisse beziehen sich auf den Aufstellort und den angenommenen Verbrauch unseres Hauses. Sie stellen keinesfalls allgemeingültige Regeln auf und sollten für jedes Gebäude individuell bestimmt werden.

Küche & Finanzierung

Küche
Der aktuelle Stand:
  • Fronten sind hochglanz lackiert
  • Eingriffe mit Alu-Leisten
  • Induktionskochfeld mit abgeschrägter "Kopf-Frei-Haube"
  • Kühl-Kombi von Miele/Liebherr mit 178 cm Höhe und 3x 0° Fächern, ohne Gefrierteil
  • Die Front, die in Richtung Esszimmer zeigt, soll komplett grifflos sein und ein Holzfurnier passend zum Boden bekommen
  • Da wir uns noch nicht für eine Küche entschieden haben, sind die weiteren Elektrogeräte und der Küchenhersteller und Typ noch offen


Womit wir sonst noch unsere Freizeit verbringen...
  • Brüstungshöhen müssen festgelegt werden
  • Ausführung von Haustüre und Sturzsicherungen
  • Verkleidung der Baukörper (Holz, Faserzement usw.)
  • Bodenbeläge
  • Sanitär Bemusterung

Finanzierung
Außerdem hatten wir die ersten Termine mit Finanzierungspartnern. Wir möchten eine Zinsfestschreibung über 25 Jahre und für die zwei Wohneinheiten auch 2x den KfW/L-Bank Kredit.

Es sieht ein wenig so aus, als würde derjenige den Zuschlag bekommen, der unser Haus am höchsten bewertet. So dass die Sicherheit für das Finanzierungsunternehmen hoch ist und wir einen guten Kredit bekommen. Aktuell haben wir zwei unverbindliche Angebote, einmal in der Mischung mit dem L-Bank Kredit/KfW Kredit 153 von 2,2% und einmal mit 2,4% (bei höherer Tilgungsrate und ohne Sondertilgung). Auch müssen wir überlegen, wie wir in 10 Jahren den KfW Restwert ablösen. Je nach tilgungsfreien Anlaufjahren und Konzept sind das zwischen 0 Euro (Rate knapp 1.000 Euro) und 72.000 Euro (30 Jahre, 5 tilgungsfreie Anfangsjahre, Rate 366 Euro).

Die L-Bank gibt es nur in Baden-Württemberg - sie bietet auch bessere Konditionen als die KfW, wird aber nicht von allen Kreditinstituten weiter vermittelt. Aber man kann einen Kredit auch auf zwei Institute aufsplitten. In vielen Bundesländern gibt es auch eigene Banken, die teilweise bessere Konditionen als die KfW Bank bieten. Es lohnt sich nachzufragen.

Auch noch möglich ist bei der L-Bank ein zinsgünstiger Kredit "Wohnen mit Kind" - aber auch hier ist die Zinsbindung nur 10 Jahre und in aller Regel bleibt dann ein Restwert übrig, den man ebenfalls wieder neu finanzieren muss.

Montag, 1. Juni 2015

Bauantrag Kenntnisgabeverfahren

Vorab ein kleiner Exkurs "Bauantrag" ohne Gewähr auf Richtigkeit ;-)
Kenntnisgabepflichtige Vorhaben und genehmigungspflichtige Vorhaben: Da wir unser EFH nach den Vorgaben des Bebauungsplans erstellen möchten, genügt nach aktuellem Stand, das Kenntnisgabeverfahren. Dies kostet ca. 400-500 Euro und dauert bis zur Bestätigung auch nur kurze Zeit. Bei einer "richtigen" Baugenehmigung muss man schon mit ca. den 3-fachen Kosten rechnen und bis zur Genehmigung vergehen auch mehrere Wochen. Man sollte also überlegen, ob einem evtl. vorhandene Sonderwünsche dies wert sind.

Nun ist er also raus, unser Antrag. Hier die schönen Aussenansichten unseres zukünftigen Heims:
- Im Norden sieht man lediglich den Doppelcarport und in Verlängerung eine Garage, die allerdings hauptsächlich als Lagerraum/Werkstatt verwendet werden wird. Evtl. wird das linke Fenster im OG noch zur Türe auf das Dach, aber das macht im Bad alles eng... mal sehen.
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
- Im Osten sieht man die Garagenfester und im EG noch den Zugang zum Einlieger, den wir später als unser Schlafzimmer verwenden möchten, falls notwendig. 

copyright www.wamsler-architekten.de
 - Die Südseite zeigt viele schöne, große Fenster, die es auch im Winter warm werden lassen und ganz rechts den kleinen Fahrrad- und Gartengeräte Schuppen. Wir waren am Wochenende beim Grillen auf einer genial großen Terrasse, das wollen wir auch - Platz für Grill, Tisch, Kinderrutsche und Relaxliege :-)
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
- Von Westen ist die Zufahrt und der Eingang zu unserem Haus.
copyright und Urheberrecht www.wamsler-architekten.de
Hier ein paar Details:
- Zwei Wohneinheiten und dafür auch insgesamt 4 Stellplätzen, 2 davon überdacht
- zusätzliche Garage als Lager und Geräteschuppen
- Technik/Lager mit Heizung im EG, Technik/HWR im OG inkl. Lüftungsanlage
- Gäste-WC im EG, Bad im OG, Einlieger-Bad im EG und Einlieger später auch nutzbar für das "Wohnen auf einer Ebene"
- Im OG zwei KiZi, das Elternschlafzimmer mitseparater Ankleide, nur mit Vorhang, damit ein bisschen Licht auf die Treppe fällt. Zusätzlich haben wir im OG noch das Arbeits-/Nähzimmer.
 - Aktuell ist auf dem Dach eine PV geplant, drückt die Daumen, dass das Geld am Ende dafür reicht ;-)

Wenn dann einmal alles genau geplant ist und wir auch die Fenster festgelegt haben, dann werde ich ein bisschen mehr zu unserem Grundriss und wie es zum endgültigen Stand kam erzählen. Derweil klappern wir Küchenstudios und Badstudios ab... :-)

Montag, 27. April 2015

...gar nicht ruhig! - editiert!

Hier sieht es sehr ruhig aus, aber eigentlich rauchen bei uns die Köpfe. Wir vergleichen Angebote von großen Zimmereien, die als Komplettanbieter auftreten (W* Holzbau, Holzbau W*), einer Fertighausfirma (W*Haus), einem Bauträger (M*&S*) und parallel sind wir mit einer kleineren Zimmerei aus der Heimat (H*) im Gespräch, der mit uns und unserem Architekten Wamsler gerne unser Haus bauen würde. Wir versuchen die Angebote einigermaßen gegenüber zu stellen um zu sehen, wo etwas fehlt oder wo evtl. Mehrwerte liegen. Aber es ist sehr kompliziert/unmöglich, qualitativ andere Wandaufbauten, unterschiedliche Heiztechnik und Ausstattungen, schwierig zu bewerten.

Deshalb, während wir auf die Angebote und Aktualisierungen warten, haben wir einfach mit der Bemusterung begonnen ;-)

Am Samstag waren wir bei der Sägerei Parkett Stiehle in Grünkraut um uns unsere Bodenbeläge in den Wohnräumen auszusuchen. Das waren 3 interessante Stunden, ein Traum - umgeben von so tollen Hölzern. Die Verlegung der Böden würde dann der Bruder übernehmen (dort habe ich auch gleich das Bild gemopst). Für das EG haben wir uns Ulme (Rüster) ausgesucht, am liebsten als lange Dielen mit 22 mm Stärke, wie auf dem Bild. Aber evtl. werden es auch kleinere Parkettdielen mit 11 mm Stärke, geht nämlich ganz schön ins Geld das schöne, massive Holz aus dem Bregenzer Wald :-)
Bildquelle: http://parkett-oberschwaben.de/
Zuerst dachten wir ja, dass wir Eiche nehmen. Das wird zurzeit zu 60% eingebaut und ist auch sehr strapazierfähig, Ulme/Rüster ist da ein bisschen weniger hart. Das leicht "Gelbliche" an der Eiche war aber noch nie so meins und das Holz möchte ich auch nicht mit "Farbe" verfälschen, die nach dem ersten Schleifen eh wieder weg ist. "Na, wenn Ihnen der Farbton von Eiche nicht gefällt, dann müssen Sie ein anderes Holz aussuchen" - klingt logisch, haben wir dann auch gemacht :-)

Im OG soll es Kirschholz massiv werden, die dünnen kleinen Stäbchen sind auf Netz aufgebracht. Wir überlegen, ob wir selbst verlegen und nur das Abschleifen machen lassen. Mal sehen, evtl. wird es doch noch ein Fertigparkett oder Linoleum...

Unsere Fliesen haben wir schon länger einmal ausgesucht und zwar in Bad Saulgau bei Reiser. Wir dachten an Naturstein, obwohl das trotz Beschichtung etwas aufwändiger zu reinigen und auch ein bisschen teurer ist.
Für das Bad haben wir "brasilianischen Buntschiefer" ausgesucht, den hat meine Mama schon in ihrem Gäste-WC verbaut. Wenn davor die weiße Badkeramik befestigt ist, sieht das richtig genial aus!
edit: Der Buntschiefer 30x60 soll nur an die Wand, auf den Boden sollen  60x60 dazu passende, große Fliesen. Die können wir dann auch gleich im EG verlegen, sind einiges günstiger...
Bildquelle: http://www.natursteinversand.com/
Im EG sollten es im Flur und Gäste-WC die gleichen Steine werden. Uns hat ein gestrahlter, leicht grauer Jura gut gefallen, zeitlos und eine interessante Oberfläche. Nur, der ist nicht ganz günstig und, so wie ich uns kenne, werden wir ohnehin einen Schmutzfängerteppich im Hausgang benötigen. Da wäre davon nicht viel zu sehen, also, abwarten, was es wird. Habe auch gerade Treppen mit diesem Belag gesehen, mmhh, das wäre ja noch etwas - aber derzeit lassen wir uns - passend zum OG Bodenbelag Kirschholz als Stufen anbieten :-)
edit: Jura ist gestorben, gleiche Fliesen im ganzen Haus (außer HWR - da haben wir Fliesen für </= 8 Euro ausgesucht)  - aber schön wäre er schon gewesen... ;-)
Bildquelle: http://www.sonat.de/
Schwieriger ist das schon mit den Sanitärgegenständen. Da werden wir wohl noch einen Beratungstermin brauchen. Bisher haben wir Kataloge von Keramag, Villeroy&Boch, Duravit, Bette ... usw. bei uns daheim.

Richtig Glück haben wir, dass direkt in unserem kleinen Ort die Schreinerei Dreher ist. Sie soll bei den Innentüren das beste Preis-Leistungsverhältnis haben... versteht sich ja von selbst, dass wir dort noch nicht waren, aber schon mehrere km in andere Orte gefahren sind ;-) Werden wir aber sicher bald nachholen. Die Türen sollten sich ja sowieso nach dem Boden richten, oder? 

Ach ja, dann war ich auch noch bei der Schreinerei Moll. Die haben ein Holz-Alu Passivhausfenster (zertifiziert) entwickelt, aber auch andere schicke Fenster und Haustüren. Besonders interessant war, dass es Türschlösser gibt, die direkt abschließen, wenn die Türe zufällt, also kein Abschließen mehr. Öffnen geht perf Fingerprint, mit motorischem Schloss und inkl. Edelstahlgriff allerdings +1.100 Euro :-(

Mehr zu den Vergleichen der Häusles-Anbieter und unsere endgültige Entscheidung folgt dann in den nächsten Wochen!

Dienstag, 10. März 2015

Vorplanung abgeschlossen

Die Vorplanung ist nun abgeschlossen und jetzt sollten wir uns zeitnah zum Startschuss entscheiden, die Kosten für das Projekt "Haus" liegen aber leider zwischen 5-20% über unserem Budget. Jetzt müssen wir sehen, wo wir doch noch mehr Eigenleistungen einbringen können, als ursprünglich geplant...
Wir planen zwei Wohneinheiten um möglichst flexibel zu sein und auch um die doppelte KfW Förderung zu bekommen. Bei der L-Bank hat sich der Tilgungszuschuss nochmals erhöht, die Konditionen sind an den Finanzmarkt angepasst worden. Dafür müssen beide Wohnbereiche "gegeneinander abgeschlossen sein" - d.h. jede Wohneinheit benötigt ein Bad, Küche und Schlafplatz.

Welcher energetische Standard es werden wird, das ist noch offen. Bisher haben wir eine grobe Indikation für den Mehrpreis des Passivhauses/KfW40 Hülle von ca. 20.000 Euro gegenüber der KfW55 Hülle genannt bekommen. Bei gleicher Heiztechnik liegt der Heizenergieverbrauch ca. 38% höher als beim KfW40 Haus, je besser allerdings das Gebäude, desto geringer ist der Anteil der Heizenergie an der Gesamtenergie. Das Brauchwasser nimmt einen großen Anteil ein, ganz unabhängig vom energetischen Standard. Sagen wir einmal Brauchwasser:Heizenergie ist ca. 50:50, dann sind es insgesamt nur noch 19% mehr Energieverbrauch. Je nach Energiepreissteigerung wird es am Ende der Nutzungsdauer wohl auf eine gleiche Kostenhöhe "rauslaufen" - allerdings ist der Komfort natürlich umso besser, je "dicker" die Hülle ist. Andererseits müssen wir uns einfach überlegen, welche monatliche Darlehensrate "drin ist".

Die Garage haben wir aktuell auf die komplette Hauslänge gezogen, nördlich davon befindet sich noch ein großer Carport. Wir möchten gerne zwei überdachte Stellplätze. Im kleinen Gartenhäuschen sollen auch die Fahrräder untegebracht werden, so kann man gleich im Süden des Hauses in Richtung Stadt "verschwinden".

Quelle und copyright: http://wamsler-architekten.de/



Freitag, 27. Februar 2015

...Planung, Planung, Planung

Das zieht sich doch ein bisschen länger als gedacht...
...da müssen so wichtige Fragen geklärt werden wie...
- Wieviel Stauraum brauchen wir?
- Wieviel Garten brauchen wir und wo?
- Wie möchten wir die Räume nutzen?
und vor allem...  Was können wir überhaupt finanzieren?

Hier mal ein ganz kleiner Auszug aus den Dokumenten, zuhause spielen wir auch gerade mit unserem 3D Haus herum und schneiden Stockwerke und Dächer weg...

Quelle und copyright: http://wamsler-architekten.de/

Freitag, 30. Januar 2015

Wir sind "Bauherr"

Wir haben uns nun endlich für einen Archtitekten und Partner und zwar Martin Wamsler von Wamsler-Architekten entschieden. Uns war die Erfahrung beim Bau von energetisch hochwertigen Häusern wichtig und wir wollten vor allem auch einen guten Eindruck von der Bauleitung haben. Deshalb haben wir jetzt ganz einfach den Besten genommen ;-)

Was die Bauleitung und Abwicklung angeht, haben wir in unserer Findungsphase so einiges mitbekommen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Bauherren viel "offener" sind, wenn man sie ohne Architekt bzw. Bauträger trifft und in einer gemütlichen Runde miteinander redet. Deshalb hört man ja auch fast nie etwas Negatives bei diesen ganzen offiziellen Hausbesichtigungen, das gebietet dann immer der Anstand, dass man da brav lobt... ;-) Abgesehen davon, wer unzufrieden ist, der fällt aus dem Raster, denn der würde ja auch einer Besichtigung nicht zustimmen - getreu nach dem Motto der web.de APP: "Gefällt Ihnen die web.de app?" - Auswahlmöglichkeiten: "Nein" oder "Ja, jetzt bewerten" ;-)))


Wir haben dann gleich einige Bilder von unserer aktuellen "Wohnsituation" zukommen lassen. Sieht leider gerade ein bisschen nach Messi aus und ich meine nicht den Lionel... Jedenfalls könnte es sein, dass wir die allerersten sind, denen er zu einem dunklen und teuren Keller rät, weil wir so viel Gruschd haben. Eine Alternative wäre noch ein richtiges Dachgeschoss mit RIESENGROSSEM Nähzimmer für mich und ausreichend Lagerfläche unterm Dach. Aber lieber wäre uns eigentlich ein modernes Flachdachhaus mit trotzdem großem Nähzimmer und ohne riesigen Mehrkosten fürs Lager... Jetzt müssen wir einmal abwarten, wie die Profis unsere Ideen und Raumgrößen umsetzen und ob wir uns unsere Traumvilla überhaupt leisten können ;-)

Wir bezahlen für die Grobplanung und grobe Kostenrechnung eine Pauschale von 3.000 Euro, aber eigentlich nur noch 1.800 Euro. Denn 1.200 Euro hat uns Herr Wamsler schon eingespart. Hätten wir nämlich die Bodenbohrungen über die Stadt und das Standardangebot in Auftrag gegeben, dann hätte uns das 2.200 Euro gekostet. Aber, wenn ein erfahrener Architekt und ein Geologe miteinander sprechen, dann finden die eben heraus, dass wir ein gutes Grundstück ausgesucht haben und dort eine weitere mittige Bohrung ausreicht. Es sieht also alles danach aus, dass wir uns eine teure Gründung (bestimmt ca. 20.000 Euro) sparen können, da haben sich die Mehrkosten von ca. 9.000 Euro für das größere Grundstück schon doppelt gelohnt...

Tipp: Wer wie wir das Grundstück aus dem Eigenkapital bestreiten möchte/kann, der wird sein Baudarlehen wahrscheinlich erst mit Beginn des Hausbaus abrufen. Aber Achtung: Man sollte die Nebenkosten beim Kauf bzw. vor dem eigentlichen Baubeginn nicht vernachlässigen: Notarkosten, Grunderwerbssteuer (in B-W 5%) usw.
Da unser Architekt auch gleich die konkreten Maße möchte, damit es da später keine Überraschungen gibt, werden wir auch gleich den Vermesser mit der Vorvermessung beauftragen. Das kostet auch ein paar Hundert Euro, dann die Tiefenbohrungen, den Vor-Vertrag mit dem Planer usw. usw. ... Also, nicht nur das Geld für den Platz, sondern je nach Preis auch noch 10% on top rechnen...