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Sonntag, 25. Oktober 2015

Einbau Wärmetauscher / Erdabsorber

Von unserem Wärmetauschern hatte ich ja in diesem Post schon geschrieben.

Hier kommen die Bilder vom Einbau:
Abdichtung im Technikraum - die Leitungen sind durchgezogen

Absorber - fertig zum Einbau

Die Absorber werden ausgerollt und eingesetzt
Signalband um zu wissen, wo die Absorber sind, die Absorber sind schon eingeschlämmt
...hier sieht man, wir meinen es ernst mit den Eigenleistungen ;-)
während Mama und Papa ausschalen, räumt die Tochter den Müll weg
Leider hat ein Absorber den Drucktest nicht bestanden und musste wieder ausgebaut werden. Die Handwerker waren sehr überrascht, das sei wohl noch nie passiert. Der Austausch funktionierte aber innerhalb von 3 Tagen - weshalb es nun auch zu keiner Verzögerung auf der Baustelle kommt.

Unser Haus soll am 11.11. gestellt werden ;-)

Mittwoch, 30. September 2015

Wärmetauscher / Erdabsorber

Wie bereits hier erwähnt, haben wir uns für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdabsorbern entschieden.

Auf Empfehlung unseres HLS Planers haben wir uns für das System MEFA earth entschieden. Eingebaut werden die Erdabsorber derzeit ausschließlich von der Firma WKG Energietechnik.

Mefa earth Erdabsorber - copyright http://mefa.de/energy_systems/
Wir haben dabei das kleinste Paket MEFA geo home mit einer Heizleistung von 4,5 kW bestellt. Dabei werden 3 MEFA earth E 1270 mit jeweils 1,2 x 7 m ca. 1,2 m mit Erde überdeckt eingebaut. Je nachdem, wie der Untergrund beschaffen ist, ändert sich die Entzugsleistung. Bei uns werden die sehr dünnen Platten mit feuchtem Sand eingeschlämmt, bei der Tiefe und in unserer feuchten Region sollte das hoffentlich auch eine Weile feucht bleiben. Hier einmal die größten Unterschiede in der Entzugsleistung: Trockener Sand: 400-450 W/Stück zu 1350-1900 W/Stück bei nassem, sandigen Ton.

Fotos von unserer Baustelle vom Einbau folgen hier auf dieser Seite noch. Aktuell geplanter Einbautermin ist der 20. Oktober.

Ich habe mir auch das System von GeoCollect angesehen. Für die gleiche Entzugsleistung wird hier etwas mehr Raum benötigt, die Grube ist breiter als für die dünnen Matten von MEFA notwendig wäre. Ob das mit dem schmalen Schlitz so klappt, falls keine Fräse vorhanden ist, also doch gebaggert werden muss, kann ich noch nicht beurteilen. Preislich kamen mir die beiden sehr ähnlich vor bei gleicher Heizleistung.

Wer also wenig Raum für Erdkörbe hat, keine Tiefenbohrung machen kann oder will, dem kann ich die Erdabsorber Technik ans Herz legen. Laut Hersteller sind gleiche Leistungszahlen der Wärmepumpe wie bei einer Tiefenbohrung zu erwarten. Wir werden sehen, wie warm es uns im Winter wird - bzw. wieviel Strom wir benötigen.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wärmepumpe Auswahl

In einem früheren Post hatte ich ja bereits geschrieben, dass wir uns aus folgenden Gründen für eine Wärmepumpe entscheiden:
  • Kein Platzbedarf für Brennstoffe z.B. Pellets, Öl
  • Keine fossilen Brennstoffe (bzw. reduzierbar mit Photovoltaik oder "Bio-Strom")
  • Kein hässlicher Kamin und keine Kaminkehrer/Schornsteinfeger Kosten
  • Durch den verbesserten Primärenergiefaktor 2,4 (war 2,6) von Strom auch für KfW55/40 Häuser noch interessanter
  • Förderung durch die BAFA möglich 
  • Erhöhung des Eigenstromverbrauchs der Photovoltaikanlage 

Wir wollten eine Gegenüberstellung von unterschiedlichen Systemen:
  • Sole-Wärmepumpe als Kompaktgerät (mit integrierter Wohnraumlüftung und Speicher)
  • Sole/Wasser Quelle 1x Erdkollektoren/Erdlanzen und 1x Solebohrung
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Außenaufstellung (besserer Wirkungsgrad als innen)

Förderungen (Stand Juni 2015)
WP mit Solebohrung bekommt man eine Förderung von bis zu 4.500 Euro.
WP mit Erdkollektoren/-lanzen bis zu 4.000 Euro.
Luft-Wasser-Pumpe je nach Typ zwischen 1.300 und 1.500 Euro.
Luft-Luft-Wärmepumpen erhalten keine Förderung

Vorteile Solebohrung
Bester Wirkungsgrad
Höchste Förderung
Gute Kühlung Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Solebohrung
Höchste Kosten
Risiko (Bohrtiefen, Anzahl Bohrungen, Wasser)

Vorteile Erdkörbe/Lanzen
Sehr guter Wirkungsgrad
Hohe Förderung
Gute Kühlung im Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Erdkörbe/Lanzen
Erhöhte Kosten
Platzbedarf Grundstück besonnt

Vorteile Außenluft
Geringste Investitionskosten
Platzgewinn im Haus
Nachteile Außenluft
Lärm im Außenbereich
Platzbedarf im Außenbereich 
Schlechtester Wirkungsgrad (besonders im Winter bei der WW Bereitung)
Geringe Förderung
Kühlung im Sommer nur über Strom

Bei der Gegenüberstellung von allen Versionen schnitt das Kombigerät aus Lüftung+Heizung schlechter ab. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems ging zu sehr in die Knie.

Die Solebohrung hat die Mehrkosten der Bohrung trotz hoher Förderung und bestem Wirkungsgrad im Beobachtungszeitraum (20 Jahre) nicht ausgeglichen. 

Sehr gering war der Unterschied in den Gesamtkosten zwischen Sole-Wasser-WP und der Luft-Wasser-WP. Während die Investitionskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe trotz niedriger Förderung etwas geringer ausfallen als bei der Sole-Wasser-WP sind die Gesamtkosten der Sole-Wasser-WP nach 20 Jahren niedriger. 
Anmerkung: Zu der Bafa Förderung kann auch bei der L-Bank (Ba-Wü) der Kredit "Wohnen mit Zukunft - erneuerbare Energien" beantragt werden. Wir haben hier noch die 0,75% Kondition bekommen, mittlerweile sind die Zinsen bei 1,25% - wir werden sehr wahrscheinlich 40.000 Euro damit finanzieren, dadurch erhalten wir also nochmals einen Kostenvorteil in 10 Jahren von ca. 3.000 Euro (im Vergleich zu 1,75% Zinsen)

Wir haben uns für die Sole-Wasser-WP entschieden, weil sich die Investitionskosten nur geringfügig unterscheiden und die Vorteile z.B. sommerliche Kühlung sowie Nutzung der Installation im Boden auch noch in 20 Jahren.
Es wird eine Stiebel Eltron WPF 04 cool, smart grid ready (macht 500 Euro Extra-Förderung), Leistung = 4,77kW bei B0/W35 und COP = 4,52 bei B0/W3, aktuell berechnete Jahresarbeitszahl (JAZ) = 4,61 für unseren Bedarf und unser Gebäude.
Bin gespannt, was wir dann wirklich erreichen... ;-)

Quelle: Stiebel Eltron, Homepage, Stand 30.06.2015
Anmerkung/Hinweis:
Die genannten Ergebnisse und Erkenntnisse beziehen sich auf den Aufstellort und den angenommenen Verbrauch unseres Hauses. Sie stellen keinesfalls allgemeingültige Regeln auf und sollten für jedes Gebäude individuell bestimmt werden.