Freitag, 6. November 2015

Loxone Expertenschulung Modul 1

Da unser Elektriker zu ca. 250% ausgelastet ist und das Gleiche auch für die Loxone Partner gilt, habe ich mich viel in Foren umgesehen. Dann habe ich auf der Loxone Homepage die Werbung für die Schulungsmodule gesehen und dachte, dass ich mit der Modul 1 Schulung einen sehr guten Einstieg bekomme:
Auszug Loxone Homepage
Für eine 4-stündige Schulung kamen mir die 69 Euro (online netto ausgewiesen) niedrig genug vor, kratzte so an der Schmerzgrenze. Der nächst gelegene Schulungsort für mich war Steckborn (CH) - was leider zu Folge hatte, dass ich den höheren CHF Preis bezahlen musste. Da ich mich online angemeldet habe auf der deutschen Homepage, war diese Info erst bei mir mit der Rechnung eingetrudelt. Auch die Loxone Komponenten sind in der Schweiz teurer als in Deutschland bzw. Österreich.
Außer mir waren ausschließlich Firmenmitarbeiter zur Schulung gekommen. Elektriker, Planer usw. - im Forum meinten schon einige, dass sich die Schulung hauptsächlich für zukünftige Partner lohne. Da ich demnach die Einzige war, die die Schulung "quasi aus der eigenen Tasche bezahlt hat" - habe ich mir einfach heraus genommen permanent Fragen zu stellen. Streber, einzige Deutsche und einzige Frau in einem Kurs - kann kein gutes Ende nehmen ;-)

Es ging los mit einer langen Einführung über die Firma Loxone. Es war ganz interessant etwas über Loxone als Firma zu erfahren, hätte mich jemand vorher gefragt, Geld hätte ich dafür nicht ausgeben wollen. Ich halte es für blauäugig zu denken, dass die Vergangenheit einer Firma aufzeigt, was diese in Zukunft erwartet, vor allem in einem so schnelllebigen Business. Dass ein Firmengründer schon einmal seine Firma (ekey) verkauft hat, hat auf mich eher negativ gewirkt. Denn Menschen wiederholen schon einmal ihre Taten. Egal. Ich hätte darauf verzichten können und durch den späteren Start war schon einiges an Zeit vergangen.

Unser Schulungsleiter hat die Schulung auf eine lockere Art gehalten. Ich habe noch einige Infos bekommen, aber das meiste, was an diesem Tag gezeigt worden sind, kann man auch auf der Homepage finden. Was natürlich auch für die gute Homepage spricht und nicht ausschließlich gegen die Schulung, etwas oberflächlich war es in den 4 h minus Firmenvorstellung aber natürlich schon.

Nach der Schulung selbst gab es bei Loxone noch ein kaltes Buffet für alle Teilnehmer. Dort ist dann eifrig diskutiert worden, über Vorschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz, was Elektroinstallationen angeht. Der Chef der Schweizer Loxone war nicht sehr begeistert von den deutschen und österreichischen "Bastlern", denn ca. 80% der Serviceanfragen und Calls kommen anscheinend von Privatusern - das Thema wurde dann auf den Hausbau in den Ländern ganz allgemein ausgeweitet... Das fand ich schon sehr "interessant", war ich bisher doch immer der Meinung, dass es die Bastler und Häuslebauer waren, die einen großen Anteil am Erfolg von Loxone haben - weil sie ja erst die Elektriker flehen mussten von ihrem bekannten KNX auf ein neues Smarthome System zu wechseln.

Mir scheint es so, dass Loxone jetzt quasi über die kritische User Anzahl eines innovativen Start-ups hinaus ist. Sie setzen verstärkt auf ihr Partnernetz. Dies zeigt sich auch daran, dass sie ihr eigenes Forum geschlossen haben. Ich denke, die stärker wachsende Zahl der User bringt einfach die Notwendigkeit an Veränderungen mit sich.

Ich kann mich allerdings bisher keineswegs über den Service beklagen. Ich hoffe auch, dass Loxone ihre Richtung deshalb nicht radikal ändert und auch weiterhin für uns "Bastler" das ist - naja, noch bin ich leider noch kein Bastler ;-) 

Fazit
Für private Häuslebauer kann ich das Modul 1 nicht empfehlen, Preis-Leistung passt nicht, da es einfach mehr als Anlockung/Werbung dient. Modul 2 und die Praxistage sind wahrscheinlich eher inhaltlich interessant, da man hier auch selbst tätig wird, dummerweise ist dafür das Modul 1 erforderlich. Dennoch, für weitere Module sind mir die Kosten einfach zu hoch. Als Firma kann man die Hardware später durch den Besuch Schulungen und dann mit Partnerstatus günstiger bekommen, so dass man mit dem eingesparten Geld eines Projektes evtl. die Schulung bezahlt bekommt - das ist für mich aber nicht interessant. Ich werde jetzt erst einmal die Online-Schulungen ansehen und mich weiterhin im Forum austoben. Oder mich als 450 Euro Jobber von meinem Elektriker anstellen lassen und die Schulung besuchen ;-)

Montag, 2. November 2015

Smarthome Lösungen Vergleich

Im letzten Post hatte ich ja schon beschrieben, dass wir uns für eine Hausautomation mit Sternverkabelung und zentraler Steuerung entschieden haben. Jetzt war die große Frage, welchen Anbieter wir denn nehmen sollen.

Wir haben uns fünf Anbieter erst einmal eher oberflächlich angesehen und zwei sind noch in der engeren Auswahl
1) mein-Stellwerk
2) Digitalstrom
3) myGekko
4) Homematic wired Hersteller eq-3
5) Loxone 

... es gibt sicher noch zig weitere Anbieter und dazu natürlich noch Eigenlösungen mit günstigen SPS Standardbausteinen aus der Industrie z.B. Siemens, Beckhoff. Diese können und müssen dann frei programmiert werden. Allerdings kommt dies alles für uns nicht in Frage, da wir nicht programmieren können und uns auch nicht die Zeit dafür nehmen wollen.

Unsere Kriterien waren folgende:
  • Internetauftritt inkl. Preisen, da wir ja mit recht wenig Aufwand abschätzen möchten, was das System kann, was es nicht kann und welche Kosten auf uns zukommen. Uns fehlt einfach die Zeit, uns überall ein Angebot erstellen zu lassen, dafür ist das Thema "Smarthome" bei uns einfach zu spät aufgekommen.
  • Anzahl der User, bzw. existierende Foren, bekannte Schnittstellen und Umsetzung von Integration aus anderen Bereichen. Dies ist besonders interessant, weil es de facto kein perfektes System gibt, die Anforderungen sind einfach zu unterschiedlich.
  • Programmierung und Software, kostenlos, verständlich, Updates, Möglichkeiten
  • Der Hersteller selbst, da es sich hier bei allen um proprietäre Produkte handelt: Firmengröße und Philisophie, Innovationstrieb usw.

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Ich möchte hier betonen, dass hier unsere/meine persönliche Meinung dargestellt ist. Es handelt sich um keine allgemein gültigen und aufgrund von unterschiedlichen Weiterentwicklungen gültigen Aussagen.
Sollten hier Fehlinformationen dargestellt sein, dann freue ich mich auf berichtigende Kommentare. ich werde dann auch gerne diesen Blogpost dementsprechend korrigieren.
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Mein Stellwerk wird von einer Firma ganz in unserer Nähe gebaut, deshalb sind wir darauf gestoßen. Dabei haben sich die Firma Artec Engineering und Brack Wintergärten. Entstanden ist die Idee als beim Bau des Eigenheims eine günstige Alternative zu KNX gesucht worden ist.
Meine Wertung
-   Keine Preise online und nur über Händler/Hersteller zu beziehen
-    Auf der Homepage keine Schnittstellen, DMX, 1-wire usw. erkennbar, lediglich Kopplung mit enocean
--  Es gibt ein paar wenige Artikel online, aber keine Erfahrungsberichte, keine community
o  Preislich im mittleren Bereich, ca. 2.500 Euro inkl. Zentrale und einige digitalen Aus- und Eingängen
+ Programmierung per web interface, einfach aufgebaut, einiges einfach per drag&drop
+ Späteres Einbinden von Sensorik usw. kann nach Erstinstallation selbst vorgenommen werden
+ In der Nähe, persönlicher Ansprechpartner war sehr freundlich



Ich habe mich ein wenig auf der Homepage durchgeklickt und erst einen ganz guten Eindruck gewonnen. Im Prinzip werden einige Komponenten direkt im Schaltschrank verbaut um "aus Strom Digitalstrom" zu machen zusätzlich werden dezentral dann die bunten digitalstrom "Klemmen" verbaut.
Meine Wertung
-- hoher dezentral Anteil (Klemmen), d.h. ein späterer Austausch der Steuerung erschwert
-  kein großes User-Forum
-  nicht sehr informative homepage, wie wird programmiert auf welcher basis, software? 
o  Kosten, scheint kein preiswertes System zu sein, z.B. Jalousieklemme laut onlineshop 112 Euro
o  Lässt sich evtl. als wired Nachrüstung für den Altbau verwenden, aber wir planen ja einen Neubau
+  Ansprechendes Design und Aufmachung

Installationsvariante, Quelle/copyright: digitalstrom.de



Einer unserer PV Anbieter hat uns als Hausautomationssystem myGekko empfohlen, da hier die Einbindung der PV und intelligenten Nutzung sehr gut funktionieren soll (er ist auch Partner). myGekko hat die Steuerung zentral in einem Panel der
Meine Wertung 
-  Kein großes User-Forum, allerdings Fertighauspartner
-- Keine Kosten online, in Foren Preise zwischen 20.-30.000 Euro gelesen
-  Nur mit Fachkraft/Partner möglich
o Große Zentraleinheit, die gleichzeitig Steuerung und Bedienung ist
+ Ansprechendes Design und Aufmachung
+ hohe Funktionsvielfalt (siehe Bild)
+ starke Verbreitung, da Fertighauspartner
Quelle/copyright: my-gekko.com Screenshot 02.11.2015


Homematic wired sind Bausteine, die direkt im Schaltschrank verbaut werden. Die Steuerung erfolgt in der Zentrale CCU. Es lassen sich flexibel auch Funkbauteile von homematic einsetzen.
Meine Wertung
++ Große User-Foren (ca. 20.000 user, im Vgl. KNX ca. 50.000 user) u.a. hm-forum
++ Sehr günstige Hardware über Conrad Electronic, ELV
+ Den günstig = billig Vorwurf habe ich in keinem Beitrag bestätigt bekommen > solide
+ Von unserem Elektriker bereits 2x erfolgreich eingesetzt
o keine Apps, nur webinterace
o in Kombination mit "mediola" allerdings wieder interessant und auch mit modernem Design
-  Homepage ist wenig aussagefähig, dafür aber auch homematic-inside
-- Neuentwicklungen im Bereich "wired" fehlen, z.B. für Dimmung im LED Bereich
-  Software zwar einigermaßen verständlich, aber nicht mehr up-to-date

Die Steuerung, die CCU2 von homematic (für wired oder Funkt identisch) 
Homematic CCU2, copyright/quelle: conrad.de
So sieht dann ein Schaltschrank mit homematic wired Komponenten aus. Diese werden auch wie bei Loxone auf die Hutschiene montiert.
Schaltschrank homematic, copyright/quelle: reichelt.de



Die Zentrale ist der Loxone (sprich Loksohne) Miniserver (gibt es auch als Air Version/Funk). Dieser enthält die Steuerung und einige Ein/Ausgänge, sowie weitere Anschlussmöglichkeiten.
Meine Wertung
++ Großes User-Forum (ca. xx?), leider ist das Original, früher von Loxone selbst geführte Forum für Neueinträge geschlossen, es hat sich allerdings schon wieder ein neues gegründet loxforum und es gibt auch ein howto loxwiki
++ Hohe Funktionalität, die immer mehr um neue Bausteine ergänzt wird. Aktuell zwar stark im Nachrüstsegment "Air" aber auch in den eigentlichen Funktionen
+ Zuverlässigkeit der Hardware wird gelobt
++ Sehr ansprechendes Design, Apps, kostenlose und als sehr gut bewertete Software und kostenlose Aktualisierungen
o Verstärkt geht die Richtung weg vom versierten Bastler hin zu den Fachpartnern, die kritische Größe scheint erreicht. Allerdings immer noch sehr guter und persönlicher Support. 
--  Programmierung lediglich auf Windows Desktop möglich - wir haben eine Mac, edit: Windows Laptop gekauft
-  Es gibt fast ausschließlich Extensions mit Mehrfachfunktionalität, z.B. sind keine einfachen digitalen Eingänge als Extensions zu kaufen. Eine "normale" Extension mit digitalen Eingängen enthält immer auch Relais-Ausgänge usw. Dadurch wird der Preis je "digitalem" Eingang hoch  

Der Miniserver hat folgende Schnittstellen und integrierte Funktionen. Es ist auch möglich, KNX anzubinden, was sich in manchen Fällen als nützlich erweisen kann z.B. günstigere Kanäle. Mit einem Miniserver ließe sich unter Umständen eine kleine Wohnung komplett automatisieren.
Miniserver Funktionen, Quelle/copyright: Loxone.com
Hier ein Beispiel einer Schaltschrankinstallation mit Miniserver (grün) und diversen Extensions auf Hutschiene montiert.
Schaltschrank Loxone, Quelle/copyright: elnet-elektro.de Installationsbeispiel

Fazit
Mein Stellwerk, myGekko und Digitalstrom sind für uns ausgeschieden
Im Rennen sind momentan noch homematic wired (günstige Module, unser Elektriker kennt es, viele user) und Loxone (modern und innovativ, sehr gute Software, viele user) - zudem ist es auch möglich, dass die Loxone mit der CCU von homematic verheiratet wird.

Bisherige Aktivitäten...
  • homematic wired Bausatz für I/O Modul und CCU2 gekauft; hier werde ich noch ein paar Fotos posten und berichten, wie das Löten lief ;-)
  • Loxone Expertenschulung Modul 1 besucht; kurzer Bericht folgt
  • Foren quasi rauf und runter gelesen
  • Stammtisch Oberschwaben für Loxone organisiert

Dienstag, 27. Oktober 2015

Wie? Smart? Home!

...das Einzige, was an diesem Blogpost schon ewig Bestand hat, das ist die Überschrift ;-)
Die steht hier nämlich schon seit September, da ging es los mit der Entdeckung, dass wir nicht nur eine smarte Anlagentechnik, sondern auch ein insgesamt smartes Haus möchten.

Ein paar Forderungen hatten wir uns schon sehr früh überlegt
  1. Raffstore / Jalousien sollte automatisch öffnen, wenn es stürmt
  2. Bewegungsmelder im Hausgang und im Gäste-WC
  3. Die PV soll mit der Wärmepumpe kommunizieren ... 
Bei Thema 1 ging es los, wir dachten uns, dass es ja blöd ist, wenn die Raffstore einfach nur hoch fahren und nicht wieder runter. Im Sommer könnte das ganz schön unser Haus aufheizen. Also, eine schlaue Steuerung muss her. Bei der nächsten Firma informiert und Raffstoremotoren mit Funkempfänger empfohlen bekommen. In diesem Fall von Somfy, je Motor kostet dieser Funkempfänger ca. 100 Euro Aufpreis x 14 Stück = 1.400 Euro zzgl. Steuerung von ca. 400 Euro zzgl. Schalter zwischen 80 und 100 Euro (dabei auch noch hässlich, persönliche Anm. der Redakteurin). Also, gut und gerne 2.500 Euro für eine Steuerung mit dem Fokus Raffstore.

Dazu kommt noch die Empfehlung aller Elektriker, Informatiker, Elektroniker, mit denen ich gesprochen habe
"Kein Funk im Neubau, wenn eine Verkabelung möglich ist"
Eine Verkabelung ist natürlich möglich, aber wie?

Also, dann kam die große Frage, welche "wired" Steuerung es nun werden sollte. Ganz grob hat sich für uns das Feld in folgende zwei Prinzipien aufgeteilt - KNX/EIB BUS versus SPS STERNVERKABELUNG

KNX/EIB BUS
+ Beim KNX Bus können sehr lange Entfernungen ohne Qualitätsverlust zurück gelegt werden
+ Einfache Verdrahtung/Verlegung der Leitungen im nicht geschlossenen Ring
+ Internationaler Standard auf den alle großen Hersteller eingestiegen sind, dadurch kennt dieses System wohl jeder Elektriker 
+ Große Auswahl an unterschiedlicher Hardware
+ Dezentrale Logik für unterschiedliche Räume, vor allem interessant bei großen Objektbauten mit wiederkehrenden Büros   
+ Sehr große Community/Verbreitung mit vielen Forumsteilnehmern
- In Summe teurer, da die einzelnen Elemente eine integrierte Intelligenz benötigen
- Die Stofware ETS ist recht teuer, die Professional mit vollem Umfang kostet 1000 Euro, die Lite für 20 Projekte 200 Euro, eine Demoversion für 5 Projekte ist kostenlos. Die 20 Projekte Version lässt sich vergünstigt beziehen, wenn eine Onlineschulung mit Test gemacht wird. Quelle
- Es können mehrere Lites kombiniert werden, was das ganze aber stark kompliziert.


(SPS) zentrale Sternverkabelung (Loxone, Homematic wired...)
++ Es können in der Regel einfache Taster oder SPS Taster verwendet werden, die Aktoren brauchen keine Intelligenz, was das System insgesamt günstiger macht. Wobei es auch sein kann, dass einzelne Funktionen günstiger als KNX Lösung ausgeführt werden.
+ Software und Apps teilweise kostenlos, man kann die Programmierung dadurch selbst vornehmen und nach und nach ergänzen oder auch komplette Funktionen ändern
+ Je nach System gewachsene Community mit einigen Usern
o Sehr günstige SPS Hardware, z.B. aus der Industrie abgekündigte Siemens S7 oder vergleichbar zu bekommen (dann aber programmseitig einiges an Knowhow erforderlich) 
- Aufwändige Sternverkabelung zu jedem Aktor/Sensor möglichst mit geschirmtem Kabel, teilweise CAT7 (Loxone)
- Viele unterschiedliche Anbieter mit einer Vielzahl an Funktionen, unterstützter Schnittstellen und Hardware
- schwieriger Vergleich der unterschiedlichen Systeme aufgrund unterschiedlicher Philosophie z.B. einzelne I/O Module versus Extension inkl. Mehrfachfunktionen
- Meist proprietäres System, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Software einem Hersteller gehört und nur von diesem vertrieben wird, nicht offen ist  > Risiko bei Pleite oder Verkauf

Ihr seht es schon am ++ wir haben uns aufgrund der Gesamtkosten für eine zentrale Steuerung, eine SPS entschieden.

Mittlerweile habe ich schon in einigen Foren gelesen, eine Schulung bei Loxone (Modul 1) besucht und auch schon zwei Bausätze (Homematic wired I/O Modul und Steuerungseinheit CCU2) bestellt.

In den nächsten Posts werde ich noch eine kurze Gegenüberstellung der unterschiedlichen Systeme zeigen, warum ich mich für was entschieden habe und euch auch noch meinen Grundriss mit den gewünschten Funktionen hochladen.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Einbau Wärmetauscher / Erdabsorber

Von unserem Wärmetauschern hatte ich ja in diesem Post schon geschrieben.

Hier kommen die Bilder vom Einbau:
Abdichtung im Technikraum - die Leitungen sind durchgezogen

Absorber - fertig zum Einbau

Die Absorber werden ausgerollt und eingesetzt
Signalband um zu wissen, wo die Absorber sind, die Absorber sind schon eingeschlämmt
...hier sieht man, wir meinen es ernst mit den Eigenleistungen ;-)
während Mama und Papa ausschalen, räumt die Tochter den Müll weg
Leider hat ein Absorber den Drucktest nicht bestanden und musste wieder ausgebaut werden. Die Handwerker waren sehr überrascht, das sei wohl noch nie passiert. Der Austausch funktionierte aber innerhalb von 3 Tagen - weshalb es nun auch zu keiner Verzögerung auf der Baustelle kommt.

Unser Haus soll am 11.11. gestellt werden ;-)

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Bodenplatte armiert + ausgegossen

Im ersten Bild seht ihr die gegossene Bodenplatte, die Armierungsdrähte für die Befestigung der Aufkantungskörpbe sind gesteckt. Die Leerrohre lugen noch raus. 
Panne 1: Der Eingang für die Einliegerwohnung ist 40 cm zu weit in den Süden gewandert. Leider haben wir die Bewehrung nicht genau vermessen, bevor sie ausgegossen worden ist. Nach dem Gießen wäre uns der Aufwand für die Änderung zu groß gewesen, deshalb haben wir jetzt einfach die Türe etwas weiter südlich gelassen. 

Perimeterdämmung, 2-lagig 12er, Leerrohre
Da die Perimeterdämmung 1 m statt 40 cm hoch und 2x 12 dick statt 24 dick bestellt worden ist, wurde dies zum Vorteil verwendet. Statt die 24 Dämmung komplett auf das los Misapor stumpf stoßen zu lassen, ist hier die Perimeterdämmung abgestuft eingebaut worden. So war auch wenigstens auf einer Seite eine gute Begrenzung für das Misapor gefunden. Da unser Haus etwas über dem aktuellen Bodenniveau liegt um später aus der Garage ein Gefälle zu erhalten, musste das lose Misapor etwas aufwändig seitlich mit Boden und Vlies gesichert werden.

links Plan Perimeterdämmung 24er stumpfer Stoß - rechts 2x 12er abgestufter Stoß

In diesem Bild sieht man, wie die Bewehrung dabei hilft, dass die Leerrohre genau in der Mitte der Aufkantung aus dem Boden stoßen.
Schalung-Bewehrung-Aufkantung
Hier ist die Aufkantung frisch betoniert und noch feucht. Im Hintergrund die kleine Mauer für den Carport und das Fundament für die Garage.
Panne 2: Das Fundament für den Carport hat eine andere Höhe aufgrund des Pflasterbelages als die Garage. Das Garagenfundament war aber nur im Statikerplan im Schnitt dargestellt und in der Armierungszeichnung gehen die Armierungen locker flockig durch. Deshalb sind die fehlenden 15 cm bei der Garagenhöhe erst später aufgefallen. Egal, die Bodenplatte wird jetzt einfach dicker, in der MItte aufgefuttert mit Kies. So ist es quasi eine Brücken-Bodenplatte ;-)
Leerrohre Technikraum, Aufkantung betoniert
Heute haben mein Mann und der Rohbauer die Bodenplatte für den Schuppen und die kleinen Zusatzfundamente für die Abstützung des Carportdaches im Visier.

Freitag, 2. Oktober 2015

Rohbau - Elektroleerrohre

Die dichte Außenwand - oder die Frage, wohin mit dem Kabelwirrar?

Unser Bauleiter hatte empfohlen, dass wir im EG Leerrohre in die Betonplatte gießen, dabei durfte aber nicht die Aufkantung zu stark ausgedünnt werden und es sollte ja auch noch ein bisschen Betonplatte im Technikraum übrig bleiben. Mit unserem neuen Elektriker haben wir besprochen, dass wir doch alle Leitungen über die Decke raus führen in die Außenwand. Dafür aber hätten wir mehrmals den dicken Deckenbalken im EG durchfahren müssen, weil wir im EG keine Zwischenwand haben, in der wir die Kabel nach außen leiten können. Außerdem hatten wir auch Bedenken, dass die Leerrohre beim Aufstellen des Hauses abgedrückt werden.

Jedenfalls ergab eine kurze Rücksprache mit unserem Hausanbieter, dass dieser beim Stellen die Löcher für die Leerrohre ausnimmt. Am gleichen Tag haben wir erfahren, dass der Rohbauer nun doch an unserer Baustelle dran bleibt und dass wir - wenn wir noch Leerrohre in die Platte ziehen möchten - doch bitte noch am gleichen Tag auf die Baustelle sollen - der Beton komme am nächsten Morgen um 7:30 Uhr.
Also dann, doch ein paar Leerrohre in die Platte. Da sich unser Elektroplan noch im Rohzustand befindet, musste ich wohl vorort sein und zusammen mit dem Elektriker die Orte für die Leerrohre und die jeweiligen Durchmesser festlegen. Gar nicht so einfach ohne richtigen Plan. Unser Elektriker hatte glücklicherweise kurzfristig Zeit, mein Chef war sehr kulant, Firmenhandy und Firmenlaptop für Rückfragen vom "Gschäft" hatte ich eingepackt, das Kind bei der Oma versorgt und so ging es knapp drei Stunden später los.

Nachdem sich alle über die Arbeitshose lustig gemacht haben, die ich von meinem Mann ausgeliehen hatte - sie war komplett voll mit Farbklecksen - konnte die Arbeit auch schon starten ;-) 
P.S. Da sämtliche Baumärkte in meiner Gegend nichts von Arbeitsklamotten für Frauen mit Schuhgrößen und 42 und Körpergrößen unter 1,70 halten, habe ich mir meine Schaffklamotten einfach online bestellt. 

Unser Elektriker und ich haben den Rohbauer ganz schön geärgert, viel Bodenplatte ist im Technikraum nicht mehr übrig. Nachdem wir gewütet hatten, hat er noch zusätzliche Bewehrungen um die Leerrohre und den Mehrspartenanschluss eingebracht.


Armierung Bodenplatte, Leerrohre Blick Ri Ost

Zusätzliche Armierung im Technikraum

Nach einer Stunde waren wir schon fertig mit den Leerrohren, die Enden haben wir gegen evtl. Eindringen des Betons ein bisschen abgeklebt und die Rohre selbst auf die untere Armierung mit Kabelbindern befestigt. Auf diese Weise schwemmen sie beim Gießen nicht auf.

Da ich so fleißig war, durfte ich dann gleich auch noch beim Armieren unterstützen. Während die Männer die Matten rein legten und die Brückchen ausrichteten durfte ich mit dem Drillapparat die Armierungsdrähte zum Fixieren der einzelnen Lagen anziehen - sehr spaßig :-)
Jedenfalls habe ich am nächsten Tag gemerkt, dass weder meine rückseitigen Oberschenkel Muskeln, noch mein unterer Rücken "Eigenleistungen" gewöhnt sind. Aber ich war einfach glücklich, dass ich auch einmal so richtig mit anpacken durfte :-)
Armierung + Armierungsdrähte

Da wir noch ein Stückchen Boden im Technikraum wollten, haben wir beschlossen, dass die Kabel für die Raffstore durch die Decke gehen und dann luftdicht mit solchen Luftdichtungsmanschetten verschlossen werden. Unser Architektenteam hat uns extra noch eine Zeichnung dafür gemacht und jetzt sind wir endlich beruhigt, dass wir das mit der Installation hin bekommen. Wenn ein Elektriker abspingt und der andere um eine Installationsebene bittet, dann lässt einen das schon ein bisschen nervös werden, so als Bauanfänger ;-)
copyrighthttp://www.kaiser-elektro.de/website/de/home/home.jsp


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Unser Header...

...eigentlich schon ein wenig peinlich, dass ich erst jetzt darüber schreibe. Dabei freue ich mich doch wie ein kleines Kind über unseren Header.

Da ich schon meinen Freizeitblog bei Blogger/blogspot vor unserem Hausbau betrieben habe, war klar, dass es wieder Blogger werden würde. Nun, bei blogger/blogspot sind die Designelemente etwas begrenzt, ebenso wie die Farben. Deshalb musste ein einzigartiger Header her. ;-)

Da mir meine Schwester (Marketpartner) schon für meinen ersten Blog Logo und Icon designt hat, war auch klar, wer unseren Hausbaublog Header designt. Wir haben den Header gemeinsam entwickelt, der Blogname stand bereits fest und ergibt sich aus dem Namen unserer Straße "Hillstraße" und unserem Nachnamen "Boog" - hillboo.
Das Straßenschild, der Hügel und das Flachdachheisle hat meine Schwester dann passend dazu designt. Die Farbe "Grün" ganz passend zu unserem Plus-Haus im Passivhausstandard.

Unser Header :-) - copyright marketpartner.de



Mittwoch, 30. September 2015

Wärmetauscher / Erdabsorber

Wie bereits hier erwähnt, haben wir uns für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdabsorbern entschieden.

Auf Empfehlung unseres HLS Planers haben wir uns für das System MEFA earth entschieden. Eingebaut werden die Erdabsorber derzeit ausschließlich von der Firma WKG Energietechnik.

Mefa earth Erdabsorber - copyright http://mefa.de/energy_systems/
Wir haben dabei das kleinste Paket MEFA geo home mit einer Heizleistung von 4,5 kW bestellt. Dabei werden 3 MEFA earth E 1270 mit jeweils 1,2 x 7 m ca. 1,2 m mit Erde überdeckt eingebaut. Je nachdem, wie der Untergrund beschaffen ist, ändert sich die Entzugsleistung. Bei uns werden die sehr dünnen Platten mit feuchtem Sand eingeschlämmt, bei der Tiefe und in unserer feuchten Region sollte das hoffentlich auch eine Weile feucht bleiben. Hier einmal die größten Unterschiede in der Entzugsleistung: Trockener Sand: 400-450 W/Stück zu 1350-1900 W/Stück bei nassem, sandigen Ton.

Fotos von unserer Baustelle vom Einbau folgen hier auf dieser Seite noch. Aktuell geplanter Einbautermin ist der 20. Oktober.

Ich habe mir auch das System von GeoCollect angesehen. Für die gleiche Entzugsleistung wird hier etwas mehr Raum benötigt, die Grube ist breiter als für die dünnen Matten von MEFA notwendig wäre. Ob das mit dem schmalen Schlitz so klappt, falls keine Fräse vorhanden ist, also doch gebaggert werden muss, kann ich noch nicht beurteilen. Preislich kamen mir die beiden sehr ähnlich vor bei gleicher Heizleistung.

Wer also wenig Raum für Erdkörbe hat, keine Tiefenbohrung machen kann oder will, dem kann ich die Erdabsorber Technik ans Herz legen. Laut Hersteller sind gleiche Leistungszahlen der Wärmepumpe wie bei einer Tiefenbohrung zu erwarten. Wir werden sehen, wie warm es uns im Winter wird - bzw. wieviel Strom wir benötigen.

Dienstag, 22. September 2015

Fliesen / Platten

Als Fliesen haben uns schon von Anfang an die Schieferplatten in multicolor gefallen, diese hat meine Mutter im Gäste-WC eingebaut und sie sehen richtig cool aus.
Wie bei fast allen Gewerken haben wir uns auf die Suche nach günstigen Alternativen gemacht - wir sind nur so halb fündig geworden, die "günstige" Alternative kostet auch um 40 Euro netto - ist allerdings einfacher zu verarbeiten.
Deshalb gefällt uns jetzt beides, der Preisunterschied ist kaum spürbar und wir könnten uns eigentlich für eine der Optionen entscheiden, eigentlich...

Naturstein: Brasilianischer Buntschiefer, Format 60 x 30
Vorteile:
  • Natürliches Material mit eingeschlossenen Mineralien/Rost und außergewöhnlichem Aussehen
  • Relativ unempfindlich, Schmutz sieht man kaum
  • Rutschhemmend, kann so direkt für die Dusche verwendet werden
Nachteile:
  • Transport von Brasilien (ist im Preis zwar enthalten, allerdings ökologisch der Killer)
  • Materialkosten sind nur etwas höher, aber der Schiefer ist auf jeden Fall aufwändiger zu verarbeiten, da der Stein dazu neigt abzusplittern
  • Könnte sehr wild aussehen, da die Steine sehr große Farbunterschiede aufweisen rot-braun zu fast schwarz und alles dazwischen
  • Regelmäßige Pflege / Imprägnierung des Natursteins ist notwendig

Fliese: Floss Graphite von Living Ceramics
 Vorteile:
  • Moderner Look, Betonoptik mit ein wenig Brauneinschlüssen
  • Etwas heller als der Buntschiefer, aber noch dunkel genug um die weiße Badkeramik in Szene zu setzen
  • Unterschiedliche Formate sind verfügbar, z.B. 60x60 und 60x30
Nachteile:
  • Etwas eintöniger und halt "nur" eine Fliese ;-)

Was ist eure Meinung dazu? Welchen Belag würdet ihr verwenden? 
edit: Wir haben  uns für die Floss Graphite von Living Ceramics entschieden :-)



Wir möchten die dunkleren Fliesen durchgängig an Boden und Wand, im Flur EG, Gäste-WC und Bad OG verwenden. Dazu am liebsten schöne, geradlinige Schränke in Eiche (siehe Bild) oder (aus Geldbeutelgründen) - hochglanzweiße Schränke. 


copyright Schnreinerei jung-krieger.de

Samstag, 19. September 2015

Rohbau geht bald los

Die Kiesschicht ist eingebracht und planiert. Genauso wie eine zusätzliche Zufahrt im Süden. Schon praktisch so ein frei liegendes Grundstück - zumindest während der Bauphase ;-)

Planierte Hausfläche

Es wimmelt nur so von Kränen