Donnerstag, 17. September 2015

Schacht gesetzt

Unser Schacht ist gesetzt, ein Stück planiert, viele Baustahlmatten angeliefert und es sind ein paar kleine Zäune angebracht (wahrscheinlich als Messlehre).

Gestern waren auch der Bodengutachter, unser Erdbauer und unser Rohbauer auf der Baustelle und haben festgestellt, dass auf unserem bisherigen Planum noch Mutterboden vorhanden ist und sich die Erde oberflächlich aufgeweicht hat. Jetzt mussten also noch einmal 15 cm Erde weg. Bis zur richtigen Höhe soll dann Kies eingebracht werden, welches auch verdichtet werden muss.

Der Bodengutachter hat auch eine Drainage unter der Bodenplatte empfohlen. Unser Rohbauer hat vorgeschlagen, dass wir dies einfach mittels eines vertieften Kanals für die Wärmeleitungen der Erdabsorberplatten umsetzen. In die Vertiefung soll dann ein zusätzliches Drainagerohr gelegt werden. Der vertiefte Kanal hat den Vorteil, dass auch schon während der Bauphase das Wasser aus der Baugrube fliesen kann. Später sehen wir, ob wir noch eine zusätzliche Versickerung mit Kies benötigen.

Bagger auf unserem Grundstück im Abendrot

Ansicht von Nord-West, Schacht gesetzt, Einfahrt planiert

Fenster + Haustür

Wir haben uns für die thermomoll Holz-Alu-Fenster der Firma Moll in Uttenweiler auf Empfehlung unseres Architekten entschieden. Wir haben noch überlegt, ob es die günstigeren Holz-Alu Fenster ohne Passivhauszertifizierung und einfacherem Rahmenaufbau werden sollen. Der prozentuale Unterschied aber war recht gering, deshalb haben wir gleich das vom Passivhaus Institut zertifzierte Thermomoll Fenster genommen. Das Passivhaus Institut setzt für seine Vergleiche ja immer einen konstanten u-Wert für die Verglasung von ug=0,7 W/(m²K) ein, dabei erhält das Moll Fenster den geforderten uw-Wert von 0,8 W/(m²K). Mit der besseren Verglasung, die wir gewählt haben, sogar um die 0,7 W/(m²K).

copyright Moll Schreinerei - Fenster thermomoll
Hebe-Schiebetüren vs. Flügeltüren 
Damit wir besser querlüften können, haben wir in der Südfassade zwei Fensterelemente mit jeweils einer Öffnung vorgesehen. Aus unserer Sicht gestalten sich die Vor- und Nachteile von Hebe-Schiebetüren so: 
Hebe-Schiebetüren Vorteile
- Kein Flügel stört im geöffneten Zustand
- Größere Öffnungsmaße bei gleichem Rahmenaufbau möglich
- Flacherer Übergang nach draußen, weniger Stolperkante
Hebe-Schiebetüren Nachteile
- Etwas schlechtere Dichtigkeit im geschlossenen Zustand, an den Stellen der Führung, da die Gummidichtung nicht 100% schließen kann. Spiele aber eine untergeordnete Rolle, da trotzdem die geforderten Dichtigkeiten für das Passivhaus erreicht würden.
- Teurer ca. 1.500 Euro je Element bei unseren Fenstern, das Ganze 2x
- Baut im geschlossenen Zustand weiter in den Raum (doppelter Rahmen), bei unserer Wanddicke aber unkritisch, da der Rahmen nicht in den Raum "rein" steht

Letztendlich haben wir uns aufgrund der Mehrkosten von ca. 3.000 Euro gegen die Hebe-Schiebetüren entschieden. Wenn ich überlege, dass wir diese wahrscheinlich nur im Sommer nutzen, dann passt da für uns das Preis/Leistungsverhältnis nicht. Für das gleiche Geld bekomme ich eine Granit- statt einer Kunststoffarbeitsplatte in der Küche, die benutze ich quasi jeden Tag.
... jetzt hoffen wir halt, dass uns die offenen Flügel im Sommer nicht nerven.

Die Sache mit den Fensterfarben...
Wie schon in diesem Post über die Fassade erwähnt, haben wir uns für anthrazitgrau im Außenbereich entschieden. Alles wirkt ruhiger und moderner. Im Innenbereich ist es schon schwieriger geworden, hier hatten wir für uns die Wahl auf drei Möglichkeiten eingeschränkt Kiefer natur, grau (heller als anthrazit) und weiß.
Kiefer natur - färbt sich schön mit Farbwechsel, uns gefällt, dass man auch sieht, dass es Holzfenster sind ABER: Das rötliche Holz passt so gar nicht zu den anderen Hölzern, die wir verbauen wollen Eiche+Ulme. Fichte wäre weniger auffällig gewesen, hätte aber mehr gekostet und das wollten wir nicht.
Grau - sehr modern und gerade angesagt, sieht richtig cool aus - vor allem ohne Vorhänge, rahmt quasi stilvoll den Ausblick und ist farblich neutral
Weiß - der neutrale Klassiker, meine Mama schwört drauf, scheint nicht dunkel durch weiße Vorhänge durch, empfindlich, lässt sich aber einfach ausbessern/nachstreichen, passt zur weißen Wand, der Rahmen tritt in den Hintergrund
> Hier haben wir uns für die Fensterinnenfarbe Weiß entschieden, da es seint könnte, dass wir helle Vorhänge ans Fenster machen. Außerdem möchten wir die Innenräume eher schlicht halten (zumindest so lange bis wir dann mit Kind und Kegel ins Haus einfallen). ;-)

So ähnlich wird unsere Haustüre aussehen, hier fehlt noch der Einsatz für den Fingerprintöffner. Den haben wir uns in Zusammenhang mit dem Automatikschloss (Verriegelungsbolzen fallen automatisch ein, wenn die Tür geschlossen wird, also kein Abschließen notwendig) gegönnt und lassen dafür vorerst die Sprechanlage weg.

Das Thema Sicherheit der Fenster war dann auch noch die Frage. Zuerst dachten wir, dass Standard ja ausreichend sei, aber wir hatten eigentlich keine Ahnung, was Standard eigentlich bedeutet. Deshalb sind wir auf die Homepage der Polizei geschaut. Da gibt es einige nützliche Tipps zum Thema Einbruchschutz. Wir haben jetzt deshalb im EG und den beiden Fenstern im Norden, die über den Carport erreichbar sind, WK2 bzw. RC2 Sicherheitsbolzen verbauen lassen. Das kostet je Fenster keine 100 Euro mehr.

Dienstag, 15. September 2015

Spatenstich! Nein, Baggerhub!

Ganz überraschend habe ich am Freitag Nachmittag einen Anruf bekommen, unser "Loch" für die Bodenplatte wird 5 Tage früher ausgehoben. Samstag war für uns natürlich sehr praktisch, da konnten wir wider Erwarten sogar bei den Erdarbeiten Eigenleistungen einbringen.

Mein Mann hat für den Baggerfahrer gemessen und mit einer Sprühdose Markierungen auf den Boden gemacht. Das waren 2,5h netto, weil wir den zweiten Mitarbeiter nicht benötigt haben. Geht doch gut los, oder? ;-)

Drückt die Daumen, dass Gutachter und Statiker den tragfähigen Grund bestätigen. Dann können wir uns nämlich einen 1m tieferen, zusätzlichen Aushub sparen.

Hier ein paar Eindrücke:
Doch noch gefunden, der Stromanschluss, NetzeBW kann kommen

Ansicht von Nord-Ost

Ansicht von Nord-West mit Stromkasten


Finanzierung - Laufzeit

Die Finanzierung steht, wir werden unseren Kredit zusammen mit unserem Partner der Südwestbank nun wie folgt aufbauen:

1) 2x KfW40 (bzw. L-Bank KfW40)
- 2x 50.000 Euro, zu 0,75%, 10 Jahre fest, 30 Jahre Laufzeit, 5 Jahre tilgungsfrei, Tilgungszuschuss für das KfW40 Haus mit 2 Wohneinheiten ist 12% = 12.000 Euro. Wir müssen also nur 88.000 Euro zurück bezahlen und machen hier die Tilgung am kleinsten, da der Zinssatz der niedrigste in unserer Finanzierung ist

2) "Wohnen mit Zukunft - Erneuerbare Energien"
- 40.000 Euro zu 0,75%, 10 Jahre fest, 20 Jahre Laufzeit, 1 Jahr tilgungsfrei

Den Rest haben wir gesplittet
3) 50% - 20 Jahre fest, MünchnerHypothekenBank (MHB), 3x Tilgungsänderung mgl.
4) 50% - 15 Jahre fest, Südwestbank Hauskredit, mehrmalige Tilgungsänderungen mgl.

Ursprünglich wollten wir einen Kredit über 25 Jahre, da die Zinsen ja gerade immer noch sehr niedrig sind. Wir haben aber hin und her gerechnet mit der von uns festgelegten monatlichen Belastung, dass wir mit dieser Aufteilung finanziell besser fahren (weniger Zinsen) und das Zinsrisiko relativ gering ist.

Tipp für den Vergleich unterschiedlicher Angebote:
Stellt euch die Zahlungsströme SELBST dar. Das, was ihr von den Banken bekommt ist so unübersichtlich, dass es kaum vergleichbar ist. Ich habe mir immer die mtl. Zahlungen für ein 5-Jahresfenster dargestellt. Zinsen+Tilgung eingetragen, die Restschulden eingetragen und deren Anschlussfinanzierung mit einem fiktiven Zinssatz weiter geführt. Die Banken rechnen IMMER mit dem GLEICHEN ZINSSATZ weiter, was in der aktuellen Zinstiefzeit eher unwahrscheinlich ist. Aber wir wollten uns das vor Augen führen. Es lohnt sich in jedem Fall eine Gesamtkostenrechnung bis zur kompletten Volltilgung des Darlehens aufzustellen! Davon haben wir dann das Optimum genommen.

Link zu Baufinanzierungsrechner
Baufinanzierungsrechner gibt es viele, einfach googeln. Der baufi24 bot mir eine gute Übersicht, die Möglichkeit Sondertilgungen zu berücksichtigen und die Restschulden anzuzeigen

Link zu Zinsbindungsrechner
Mit einem solchen Rechner haben wir uns das Zinsrisiko veranschaulicht. Deshalb sind wir von der 25er Laufzeit auf die 20er Laufzeit gewechselt mit 0,2% weniger Darlehenszins.

Bauspardarlehen vs. Bankdarlehen
Allgemein funktionier ein Bauspardarlehen so: Ich nehme ein Darlehen auf, dieses finanziere ich zu einem bestimmten Zinssatz (meist niedrigere Zinsen als ein "normales" Darlehen, aber ohne Tilgung). Parallel dazu bespare ich einen Bausparvertrag in der gleichen Höhe wie das Darlehen, hier je nach Anbieter 30-40% Ansparung (teilweise sind hier auch flexible Prozentsätze möglich). Nach der Ansparphase löse ich mit dem Bausparvertrag das Darlehen ab und bezahle die übrigen 60-70% zurück (meist mit hoher Tilgungsrate und wieder geringen Zinsen).

Vorteile Bauspardarlehen
  • Da die Bank durch die zusätzliche Ansparung eine gewisse Sicherheit hat und sich die Zinserträge durch die fehlende Tilgung nicht reduzieren (de facto also höher sind), sind die Zinsen oft niedriger
  • Die Belastung ist in den ersten Jahren durch die niedrigen Zinsen und die kleine Ansparung gering. 
  • Ein Bausparvertrag ist oft recht flexibel, wenn ich z.B. ein tilgbares Darlehen habe, dann habe ich ja am Ende der Ansparphase einen zu hohes Bauspardarlehen. Diesen Bausparvertrag kann ich dann teilen und kann so das Darlehen ablösen und den "abgetrennten" Bausparteil kann ich mir für spätere Investitionen aufheben. 
  • Ich kann den Bausparvertrag auch schneller besparen und das Darlehen früher ablösen, wenn der Vertrag zugeiteilt ist, die meisten Verträge haben aber eine Mindestlaufzeit von 7 Jahren.
Nachteile Bauspardarlehen
  • Abschlussgebühr über die Darlehenssumme von 1%
  • Meist keine Tilgung des Bauspardarlehens (ein tilgbares Darlehen bieten LBS+KSK), d.h. die Zinsen werden auf den kompletten Betrag gerechnet und reduzieren sich während der Ansparphase des Bausparvertrages nicht.
  • Bei tilgbaren Darlehen bleibt die Höhe des Bausparvertrages bestehen. 
  • Den Zeitpunkt für die Zuteilung kann ich vorher nicht genau berechnen, da dieser auch davon abhängt, wieviele neue Bausparer meine Bausparkasse hat. Dies ist bei bei längeren Sparphasen wie z.B. bei einer Immofinanzierung weniger das Problem.
  • Niedrige Zinsen auf das Bausparguthaben

Wir überlegen uns aber, dass wir einen Teil der Restschuld über Bausparverträge absichern. Aber da werden wir noch einen Vergleich anstellen zwischen lieber Sondertilgung oder lieber Bausparen.

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Vergleich Architekt vs. Bauträger
Für das Bauen mit einem Architekten sollte man mehr Kapital vor Baubeginn mitbringen als für das Bauen mit Bauträger. Wir hatten ja mit den Kosten für das Grundstück, der Steuer, den Notarkosten und noch einem kleinen Puffer gerechnet, aber das hat bei weitem nicht ausgereicht. Denn, eine Finanzierung will wohl überlegt sein, bzw. die Höhe des Kreditbetrages. Bevor ein Architekt nicht die genauen Mengen berechnet hat, kann die Kostenangabe nur ungenau sein. Die Kosten für die Leistungsphasen bis zur Mengenermittlung sollte man also haben, ebenso die Kosten für den Statiker. Eigentlich auch die Kosten für den HLS Planer, aber man kann auch Glück haben und die Rechnung kommt später. ;-) Das waren bei uns jetzt gut noch einmal mehrere Tausend Euro, die wir so nicht von Anfang an geplant hatten.

Montag, 24. August 2015

Fassadenspielerei + wärmebrückenfrei

Hier eine klein Spielerei wir waren uns eine Weile nicht sicher, ob wir weiße/lichtgraue Fensterrahmen und Türen nehmen sollten oder eben das moderne anthrazit. Als wir dann die Bekleidung der Nebengebäude mit anthrazitfarbenen Platten festgelegt hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht und Baugebiete angesehen. Unsere natürliche Lärchenverschalung wird sehr wahrscheinlich ziemlich bunt, von holzfarbenbraun über grau bis dunkelgrau. Deshalb haben wir uns entschieden die restlichen "Farben" so gering wie möglich zu halten. Zum anthrazit kommen ja sowieso noch einige silberne Akzente... Jalousie-Lamellen, evtl. die Außensimse, Briefkasten usw. usw. hinzu.
oben Südseite - unten Westseite

Hier sieht man die PV Module, in der Realität werden diese wahrscheinlich komplett von der Attika verdeckt sein. Der Carport ist ein Doppelcarport, links wird dann unser Wohnwagen stehen, rechts das Auto und die "Garage" im Bild ist Lager und Werkstatt. In das Nebengebäude kommen Fahrräder, Gartengeräte und die leidigen Mülleimer (mittlerweile sind wir glaub bei ca. 3...)

Da wir uns für den Energiebedarf eines Passivhauses 15 W/(qm*a)entschieden haben, benötigen wir eine hoch wärmedämmende, dichte und wärmebrückenfreie Hülle. Bei unseren vorhandenen Klimadaten, die im Passivhausprojektierungspaket (PHPP) hinterlegt sind, bedeutet das einen u-Wert der Wand von ca. 0,1W/m²K (bei gleicher Anlagentechnik würden für ein KfW40 Haus ca. 0,15 oder mehr W/m²K ausreichen).

Eine Passivhauswand kann auf unterschiedliche Arten gebaut werden, massiv mit Außendämmung, Wärmedämmziegel oder als Holzbau. Die günstigste Variante ist Kalksandstein + Polystyrol - wir haben uns aus ökologischen Gründen für die Holzbauwand entschieden. In den meisten Fällen wird bei einer "normalen" Holzbauwand mit Leimholzständern die Außendämmung verstärkt um auf den benötigten u-Wert zu kommen. Siehe nächstes Bild mit den dargestellten Schichten.

Quelle: u-Wert.net - Passivhauswand zweischalig
Wärmebrückenoptimiert - aber leider weniger verbreitet - ist die Bauweise mit Doppelstegträgern (Markennamen Steico, FJI, TJI, Boxträger...) Von innen nach außen gibt es nur eine ganz geringe Wärmebrücke durch die OSB Stege. Die tragenden Anteile übernehmen die äußeren Leimholzbalken. Die Bauweise entspricht quasi einer I-Träger-Stahlkonstruktion nur übersetzt "in Holz".
copyright steico wall

Quelle: u-wert.net - Passivhauswand einschalig "wärmebrückenfrei"
Das Dach wird ähnlich aufgebaut, allerdings auch mit Aufdachdämmung und darüber liegender Kiesschicht auf die dann unsere PV kommen wird. Und unter unserer Bodenplatte gibt es sagenhafte 600 mm Glasschaumschotter/Schaumglasschotter... Ein Haus mit Wintermantel quasi ;-)

Freitag, 31. Juli 2015

Anfragen laufen

Aktuell laufen die Anfragen an die Handwerker, die Ausarbeitung der Leistungsverzeichnisse hat jetzt doch etwas länger gedauert als wir gehofft haben. Jetzt drücken wir einmal die Daumen, dass es noch klappt mit dem Aushub im September ;-)

Unseren Elektriker haben wir mit Hr. Schatz aus Ostrach/Spöck auch gefunden. Wir haben schon einige Dinge durchgesprochen und haben hier auch jemanden gefunden, der uns als "Handlanger" mitarbeiten lässt, was uns sehr entgegen kommt. Mein Bruder wird uns mit der Netzwerkinstallation unterstützen, darüber sind wir richtig froh, kennen wir uns selbst doch kaum aus.
edit 1: Mir Hr. Schatz klappt es nun leider nicht, wir sind auf der Suche... (Stand 07.09. - 8 Tage vor Baggeraushub)
edit 2: Wir haben wieder einen Elektriker, Elektrik Sonntag aus Aulendorf (Stand 10.09.)

Die Heizung/Lüftung/Sanitärinstallation hatten wir ja schon mit Hr. Milz aus Hochberg abgesprochen. Er stand schon sehr früh fest, da wir hier nur sehr gute Referenzen bekommen haben.

Dann haben wir uns noch Lärchenleisten für die Verkleidung unseres Hauses aus dem Sägewerk Köberle zur Ansicht mitgenommen. Was uns hier besonders gefällt, es sind Lärchen aus der Gegend. Die Enge der Jahresringe spricht in Bezug auf die Haltbarkeit keine Rolle, da ist es eher wichtig, dass das Holz schnell abtrocknet. Es könnte höchstens sein, dass die Leisten weniger verwindungssteif sind, aber, da die Leisten so schmal sind, wird das hoffentlich nicht so tragisch sein. Mehr zum Aussehen als für die Haltbarkeit sind Anstriche, hier überlegen wir noch, ob wir uns die Arbeit machen und die zusätzlichen ca. 5 Euro je qm investieren. Momentan tendieren wir zu einer natürlichen Fassade.


Wir haben uns auch noch die Küche im 6er Raster anbieten lassen. Jetzt können wir nach Lust und Laune (oder besser nach übrig gebliebenem Geld) 5er Raster oder 6er Raster wählen und zwischen Kunststoff- und Steinplatte aussuchen :-)

Unseren Versicherungsschutz für die Bauzeit und das Haus haben wir gestern auch gleich noch ausgesucht. Unsere Privathaftplficht enthält zwar auch eine Bauherrenhaftpflicht, aber der Schutz ist nicht ausreichend. Die Bauherrenhaftpflicht werden wir jetzt wahrscheinlich mit der Bauleistungsversicherung kombinieren. Kostet gleich viel wie das extra Produkt und so haben wir nur einen Vertrag bei der R+V für 670 Euro. Bei der Wohngebäudeversicherung haben wir eine tolle Kondition von der InterRisk gefunden ca. 250 Euro, hier müssen wir mit dem Abschluss aber noch abwarten, bis wir wissen, welche Brandschutzklasse unsere Fassade erreicht. Denn bei der schlechteren Klasse müssten wir entweder 200 Euro mehr jährlich bezahlen oder auf einen Tarif der Axa wechseln, welcher aber mehr Ausschlüsse hat. Für "nach dem Einzug" müssen wir unsere Hausratsversicherung um eine Glasversicherung "aufmotzen" - denn die tollen Holz-Alu-Passivhausfenster wollen auch versichert sein ;-)

Donnerstag, 2. Juli 2015

Verschattung

Während unser Haus per Kenntnisgabe eine Baugenehmigung erhalten hat, hatten wir mit den Bäumen weniger Glück...

Ein Ersatz durch niedrigere Bäume ist uns lediglich im Eck erlaubt, den Baum im direkten Süden dürfen wir nicht versetzen. Das Umsetzen ginge voll auf unsere Kosten.

Da sind sie also, die zwei Stieleichen, die es uns schwer machen, ein Passivhaus zu bauen...
...im Sommer kein Schatten auf der Terrasse, im Winter Schatten auf den Fenstern. So, wie man es gerne hat ;-)


Erstellt mit der Freeware FORMIT 360 von AUTODESK, aufgenommen mit Quicktime und komprimiert.

Dienstag, 30. Juni 2015

Wärmepumpe Auswahl

In einem früheren Post hatte ich ja bereits geschrieben, dass wir uns aus folgenden Gründen für eine Wärmepumpe entscheiden:
  • Kein Platzbedarf für Brennstoffe z.B. Pellets, Öl
  • Keine fossilen Brennstoffe (bzw. reduzierbar mit Photovoltaik oder "Bio-Strom")
  • Kein hässlicher Kamin und keine Kaminkehrer/Schornsteinfeger Kosten
  • Durch den verbesserten Primärenergiefaktor 2,4 (war 2,6) von Strom auch für KfW55/40 Häuser noch interessanter
  • Förderung durch die BAFA möglich 
  • Erhöhung des Eigenstromverbrauchs der Photovoltaikanlage 

Wir wollten eine Gegenüberstellung von unterschiedlichen Systemen:
  • Sole-Wärmepumpe als Kompaktgerät (mit integrierter Wohnraumlüftung und Speicher)
  • Sole/Wasser Quelle 1x Erdkollektoren/Erdlanzen und 1x Solebohrung
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Außenaufstellung (besserer Wirkungsgrad als innen)

Förderungen (Stand Juni 2015)
WP mit Solebohrung bekommt man eine Förderung von bis zu 4.500 Euro.
WP mit Erdkollektoren/-lanzen bis zu 4.000 Euro.
Luft-Wasser-Pumpe je nach Typ zwischen 1.300 und 1.500 Euro.
Luft-Luft-Wärmepumpen erhalten keine Förderung

Vorteile Solebohrung
Bester Wirkungsgrad
Höchste Förderung
Gute Kühlung Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Solebohrung
Höchste Kosten
Risiko (Bohrtiefen, Anzahl Bohrungen, Wasser)

Vorteile Erdkörbe/Lanzen
Sehr guter Wirkungsgrad
Hohe Förderung
Gute Kühlung im Sommer, heizt gleichzeitig Boden auf
Nachteile Erdkörbe/Lanzen
Erhöhte Kosten
Platzbedarf Grundstück besonnt

Vorteile Außenluft
Geringste Investitionskosten
Platzgewinn im Haus
Nachteile Außenluft
Lärm im Außenbereich
Platzbedarf im Außenbereich 
Schlechtester Wirkungsgrad (besonders im Winter bei der WW Bereitung)
Geringe Förderung
Kühlung im Sommer nur über Strom

Bei der Gegenüberstellung von allen Versionen schnitt das Kombigerät aus Lüftung+Heizung schlechter ab. Der Wirkungsgrad des Gesamtsystems ging zu sehr in die Knie.

Die Solebohrung hat die Mehrkosten der Bohrung trotz hoher Förderung und bestem Wirkungsgrad im Beobachtungszeitraum (20 Jahre) nicht ausgeglichen. 

Sehr gering war der Unterschied in den Gesamtkosten zwischen Sole-Wasser-WP und der Luft-Wasser-WP. Während die Investitionskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe trotz niedriger Förderung etwas geringer ausfallen als bei der Sole-Wasser-WP sind die Gesamtkosten der Sole-Wasser-WP nach 20 Jahren niedriger. 
Anmerkung: Zu der Bafa Förderung kann auch bei der L-Bank (Ba-Wü) der Kredit "Wohnen mit Zukunft - erneuerbare Energien" beantragt werden. Wir haben hier noch die 0,75% Kondition bekommen, mittlerweile sind die Zinsen bei 1,25% - wir werden sehr wahrscheinlich 40.000 Euro damit finanzieren, dadurch erhalten wir also nochmals einen Kostenvorteil in 10 Jahren von ca. 3.000 Euro (im Vergleich zu 1,75% Zinsen)

Wir haben uns für die Sole-Wasser-WP entschieden, weil sich die Investitionskosten nur geringfügig unterscheiden und die Vorteile z.B. sommerliche Kühlung sowie Nutzung der Installation im Boden auch noch in 20 Jahren.
Es wird eine Stiebel Eltron WPF 04 cool, smart grid ready (macht 500 Euro Extra-Förderung), Leistung = 4,77kW bei B0/W35 und COP = 4,52 bei B0/W3, aktuell berechnete Jahresarbeitszahl (JAZ) = 4,61 für unseren Bedarf und unser Gebäude.
Bin gespannt, was wir dann wirklich erreichen... ;-)

Quelle: Stiebel Eltron, Homepage, Stand 30.06.2015
Anmerkung/Hinweis:
Die genannten Ergebnisse und Erkenntnisse beziehen sich auf den Aufstellort und den angenommenen Verbrauch unseres Hauses. Sie stellen keinesfalls allgemeingültige Regeln auf und sollten für jedes Gebäude individuell bestimmt werden.

Küche & Finanzierung

Küche
Der aktuelle Stand:
  • Fronten sind hochglanz lackiert
  • Eingriffe mit Alu-Leisten
  • Induktionskochfeld mit abgeschrägter "Kopf-Frei-Haube"
  • Kühl-Kombi von Miele/Liebherr mit 178 cm Höhe und 3x 0° Fächern, ohne Gefrierteil
  • Die Front, die in Richtung Esszimmer zeigt, soll komplett grifflos sein und ein Holzfurnier passend zum Boden bekommen
  • Da wir uns noch nicht für eine Küche entschieden haben, sind die weiteren Elektrogeräte und der Küchenhersteller und Typ noch offen


Womit wir sonst noch unsere Freizeit verbringen...
  • Brüstungshöhen müssen festgelegt werden
  • Ausführung von Haustüre und Sturzsicherungen
  • Verkleidung der Baukörper (Holz, Faserzement usw.)
  • Bodenbeläge
  • Sanitär Bemusterung

Finanzierung
Außerdem hatten wir die ersten Termine mit Finanzierungspartnern. Wir möchten eine Zinsfestschreibung über 25 Jahre und für die zwei Wohneinheiten auch 2x den KfW/L-Bank Kredit.

Es sieht ein wenig so aus, als würde derjenige den Zuschlag bekommen, der unser Haus am höchsten bewertet. So dass die Sicherheit für das Finanzierungsunternehmen hoch ist und wir einen guten Kredit bekommen. Aktuell haben wir zwei unverbindliche Angebote, einmal in der Mischung mit dem L-Bank Kredit/KfW Kredit 153 von 2,2% und einmal mit 2,4% (bei höherer Tilgungsrate und ohne Sondertilgung). Auch müssen wir überlegen, wie wir in 10 Jahren den KfW Restwert ablösen. Je nach tilgungsfreien Anlaufjahren und Konzept sind das zwischen 0 Euro (Rate knapp 1.000 Euro) und 72.000 Euro (30 Jahre, 5 tilgungsfreie Anfangsjahre, Rate 366 Euro).

Die L-Bank gibt es nur in Baden-Württemberg - sie bietet auch bessere Konditionen als die KfW, wird aber nicht von allen Kreditinstituten weiter vermittelt. Aber man kann einen Kredit auch auf zwei Institute aufsplitten. In vielen Bundesländern gibt es auch eigene Banken, die teilweise bessere Konditionen als die KfW Bank bieten. Es lohnt sich nachzufragen.

Auch noch möglich ist bei der L-Bank ein zinsgünstiger Kredit "Wohnen mit Kind" - aber auch hier ist die Zinsbindung nur 10 Jahre und in aller Regel bleibt dann ein Restwert übrig, den man ebenfalls wieder neu finanzieren muss.

Freitag, 12. Juni 2015

Küchenplanung, Grundstückskauf, Kenntnisgabeverfahren

Wir haben drei Küchenstudios angesteuert, die uns alle von Freunden empfohlen worden sind. Interessanterweise waren alle drei in fast den identischen Studios und bei allen ist die Entscheidung unterschiedlich ausgefallen ;-)

Parallel habe ich selbst ein paar Versionen mit dem kostenlosen Alno Küchenplaner ausgetüftelt, die Studios scheinen hier irgendwie langsamer und unflexibler zu sein als ich ;-)
Der Alno Planer macht Spaß, superschnell und leicht verständlich, kann ich nur empfehlen. Was ich leider aber immer noch nicht gefunden habe, das sind die weniger tiefen Schränke (40er), die aber so hoch sind wie meine "normalen" Unterschränke, also 86... Das Programm läuft allerdings nur auf Windows. Für den Mac benötigt man eine Windows Platform.
Den Ikea Küchenplaner kennt wahrscheinlich jeder, da er auch direkt online läuft, gibt es auch keine Probleme mit dem Betriebssystem. Allerdings hatte ich damit einfach Probleme bei den eingeschränkten Möbelbreiten, keine Überbreiten, keine schmalen z.B. 30er... Außerdem funktioniert die Planung auch nicht so gut, wenn ich gleichzeitig "Revenge" streame ;-)

Hier sind ein paar Versionen, wir warten noch auf die Ideen der Küchenstudios. Die "Insel" ist weniger tief als in den Bildern, das liegt daran, dass ich noch die 60er statt den 40ern drin habe.
...Achtung Bilderflut...
War eigentlich nur so eine Spaßidee von mir, alles schön geradlinig, der erste Küchenplaner hat sich aber gleich darauf eingeschossen... aber irgendwie auch ziemlich eng und mit nur sehr wenig Arbeitsfläche (Block ist 20 cm weniger tief "in echt").



Hier noch eine Insel-Version mit mehr Arbeitsfläche, dafür weniger Stauraum:




Die erste Idee mit Varianten, die ich hatte, war ein großes G. Allerdings sollte der Herd nicht wie üblich auf der Halbinsel sein, sondern an der Wand. So ist die Haube "aus den Augen" und die Insel kann besser genutzt werden z.B. für ein Buffet.




Und dann noch eine Variante mit 5 Hochschränken und zusätzlichem u - gehört auf jeden Fall auch zu einem meiner Favoriten.

Hier noch einmal so ähnlich als 4er Block, mit Schubladenschrank und totem Eck.


Das war der 11.06.2015 - der Grundstückskauf ist klar, das Schild unseres Architekten aufgestellt. Nach dieser schweren Arbeit gab es noch Sekt + Erdbeeren. Und auch ca. zwei Stunden Durchsprache von wichtigen Punkten, beim nächsten Gespräch gibt es dann ein paar Muster für Platten und sonstige Materialien.


Das wird (hoffentlich) der 17.06.2015 - Baugenehmigung und positiver "Baumbeschluss" ;-)
Ich gebe zu, klingt ein bisschen protzig der Anfragetext... dabei wissen wir noch gar nicht, ob unser Geld für das "PLUS" ausreicht, aber erklärtes Ziel ist es. :-)
...abgesehen davon, dass man ja in 20 Jahren Geld spart, wenn man die PV aufs Dach bastelt...

Quelle: aulendorf.de/buergerinfo